Die ersten zwei Termine stehen bereits und interessierte Gruppen und Buchläden können zwecks weiterer Termine für 2020 anfragen. Die erste Veranstaltung findet im Rahmen der ANTIKNASTTAGE 2019 unter dem Titel “Repressionen gegen Native Americans, indigener Widerstand und Leonard Peltier” am 27.10.2019 in Berlin statt

Mit den Konzerten von COVER TO COVER sowie HUNDRED SEVENTY SPLIT (mit Joe Gooch – ex TEN YEARS AFTER und Woodstock-Legende und TEN YEARS AFTER Mitgründer Leo Lyons) konnten für Jugendmusikprojekte 400,00 € plus ein Drumset, eine E-Gitarre und eine Mandoline als Spenden organisiert werden. Das Geld geht zu 60% an den BEAR CAVE, ein Teenager-Selbstmord-Präventionsprojekt in der Pine Ridge Reservation für junge Native Americans, zu 20% an die John Lee Hooker Foundation, die in der San Francisco-Oakland Area damit für benachteiligte Kids-, Musik-, Kunst-, Bildungs- und Gesundheitsprojekte organisiert und zu 20% an offRock für Offenbacher Jugendmusikprojekte. Danke an alle Spender*innen.

Bei dem Konzert von COVER TO COVER widmete Special-guest-Singer Michael Koch seinen Part dem indianischen politischen Gefangenen Leonard Peltier und dem von der Todesstrafe bedrohten Rodney Reed. Den von Koch 2011 für den in Georgia hingerichteten Troy Davies geschriebenen Song GEORGIA nannte er spontan auf der Bühne in “TEXAS” um, um somit über Schicksal und Fall des in der Todeszelle sitzenden Rodney Reed zu informieren und gegen die drohende Hinrichtung Reeds am 20.11.2019 zu protestieren

Links zu den Songs siehe unten. Links to the Songs see end of the message
(mehr …)

Erdogan, Putin, Assad und dies alles noch kommentiert von Trump und von Islamist*innen bis hin zum IS begeistert gefeiert: das ist die schreckliche terroristische Allianz eines Teils der “Mächte des Bösen” (G.W. Bush) gegen kurdische Menschen und deren Kampf gegen islamistischen Terror und für Demokratie, Frauenrechte und Selbstverwaltung. Nach der Einigung Putins mit Erdogans, ein Teil Kurdistans von Kurden zu “befreien”, weckt dies Erinnerungen an das Schicksal von Palästinenser*innen und Indigenen in aller Welt. Gleichzeitig markiert dies die zivilisatorische Verwahrlosung und Handlungsohnmacht der westlichen Welt, diesem völkermordähnlichen Treiben Einhalt zu gebieten.

(mehr …)

Erinnerung an die heutige Veranstaltung, klickt auf den folgenden Link:

That´s a reminder: On Oct. 17th is in Frankfurt am Main/Germany our next monthly vigil for the freedom of longtime political US- prisoners like Leonard Peltier, Mumia Abu-Jamal and all the others. Also we show our protest against death penalty in general, death penalty in the USA and the plans to execute Rodney Reed on November 20th. FREE PELTIER; ABU-JAMAL – FREE THEM ALL. STOP DEATH PENALTY; SAVE RODNEY REED

more details? follow the link

und noch ein persönliches Statement (kein Vereins-Statement)…der von Islamisten ermordete Chefredakteur von Charlie Hebdot Stéphane Charbonnier sagte anlässlich der Belagerung Kobanes 2015 “Je suis kurde” ( „Ich bin Kurde“). Als Menschenrechtler schließe ich mich anlässlich des verbrecherisch-terroristischen Angriffes des türkischen Militärs und seiner islamistischen Verbündeten auf Nordsyrien und die dortige kurdische Bevölkerung dem an. “Je suis Kurde” – Solidarität mit dem kurdischen Widerstand gegen den völkerrechtswidrigen und völkermörderischen Angriff und gegen Erdogans Terrorinnen- und außenpolitik.

(mehr …)

Wenn am Samstag, den 19.10.2019 im Offenbacher KJK Sandgasse 26 die Band COVER To COVER AUFTRITT, wird dies für Freunde von Rock-, Beat- und Blues-Oldies nicht nur ein Hör- und Tanzvergnügen sein. Die Band um Manfred Häder – guit. (Häder BÄND, früher Frankfurt City Blues Band u.v.a.), Konny Künkel – bass und Moni Blum – drums wird im zweiten Set bei 7 Songs verstärkt durch Tokata-LPSG-Mitgründer Michael “Doc Longhair” Koch. Er wird vor allem bei Titeln von John Mayall, Fleetwood Mac, Jimi Hendrix, J.J. Cale und Stefen Stills den Gesangspart übernehmen.

(mehr …)

Auch im Oktober findet die monatliche Mahnwache für politische Langzeitgefangene in den USA gegenüber dem US-Generalkonsulat in Frankfurt am Main statt. Aktuell ist in Mumias Fall ja Bewegung geraten und es bestehen zumindest hier Hoffnungen. Ganz anders bei Leonard Peltier, der seinen 75. Geburtstag im September im Dauereinschluss verbrachte. Es zeichnet sich ab, dass dieser Dauereinschluss bis Dezember anhält. Mehr Infos in unserem gestrigen Artikel. Aus aktuellen Anlass greifen wir aber auch das Thema TODESTRAFE aufgrund der drohenden Hinrichtung Rodney Reeds. Über diesen Fall berichteten wir bereits 2015 auf unserer Homepage. Mehr Infos hierzu die kommenden Tage.

Mahnwache Donnerstag, 17.10.2019 Frankfurt am Main, Giessener Str. 30 (gegenüber US-Generalkonsulat) 18:00 – 19:00 Uhr

Die Situation im Hochsicherheitsknast (von wegen Hochsicherheit) ist weiterhin kaum in Griff zu bekommen – Gewalt, Korruption, Gangs. All das führt dazu, dass ständig die Gefangenen im Lockdown sind, gleich ob an irgend welchen Gewalttaten beteiligt oder nicht. Betroffen hiervon ist auch der indigene politische Gefangene Leonard Peltier, der bereits am 12.9.2019 seinen 75. Geburtstag im 24stündigen Dauereinschluss verbrachte.

Aktuell sieht es so aus, dass der laufende Lockdown einer der längsten Dauereinschlüsse werden könnte. Derzeit ist davon auszugehen, dass diese Maßnahme bis Dezember 2019 aufrecht erhalten bleibt. Konkret bedeutet dies: 24 Stunden Dauereinschluss in der Zelle, 7 Tage in der Woche. Nur alle drei Tage gibt es für 30 Minuten eine Möglichkeit sich zu duschen. Sämtliche Möglichkeiten zu telefonieren oder per Email zu kommunizieren sind seit Wochen eingestellt. Für Leonard Peltier bedeutet dies wie für viele andere ältere Gefangene eine erhebliche physische und psychische Belastung. Er kann keine Übungen für seine Gesundheit und Fitness machen, Lesen und Schreiben bei dem schlechten Kunstlicht fallen ihm sehr schwer, seine Augen schmerzen. Es scheint, als bliebe Peltier nach fast 44 Jahren Haft keine Tortur erspart, die dieses Unrechtssystem in seinem Repertoire hat.

Doch wir müssen nicht tatenlos zusehen. Scheibt an die verantwortlichen Aufseher von Coleman 1 und fragt nach, weshalb Leonard Peltier sowie andere ältere Gefangene in dem Seniorentrackt der Haftanstalt ebenfalls unter diesen Lockdown fallen. Bittet um Aufhebung des Lockdowns im Senorentrackt (Elder Unit of Coleman 1) generell und ganz besonders für Leonard Peltier. Stichworte sind seine Gesundheitssituation (Health Situation), seine Haftdauer (since 1976 in Prison), sein Alter (75 years old), die Verurteilung und Inhaftierung für eine Straftat, die er nicht begangen hat (he is in Prison for crime he didn´t commit). Bitte sendet eure Briefe an: Warden Cheatham U.S. PENITENTIARY Coleman 1 P.O. BOX 1023 COLEMAN, FL  33521

Auch für diese Briefe gilt die gleiche Regelung wie als würdet ihr Leonard in den Knast schreiben. Bitte nutzt nur weißes Papier (ohne Karos und Linien) und weiße Umschläge. Adresse und Absender müssen handschriftlich angegeben werden, keine Aufkleber. Text mit Kuli oder Füller schreiben, keine bunten Stifte. Und bei Briefen an Peltier bitte keine Fotos, handgemalten Bilder, Post-, Weihnachts-, Gruß-Geburtstags- oder sonstigen Motivkarten. Kein parfümiertes Papier. Und hier noch die Postadresse Leonards, damit er wenigstens viel Post in den Knast bekommt und er aber auch seine Kerkermeister sehen, dass wir ihn nicht vergessen.

LEONARD PELTIER #89637-132 USP COLEMAN I U.S. PENITENTIARY P.O. BOX 1033 COLEMAN, FL 33521 USA

ausreichend frankieren (zur Zeit 1,10 €) und Absender nicht vergessen

Das folgende Bild hatte ich Anfang September in St. Pauli/Hamburg aufgenommen, und eigentlich ist diesem Bild nichts hinzuzufügen. Aufgrund des völkerrechtswidrigen militärischen Einmarschs und Angriffs der Türkei auf kurdisches Gebiet in Nordsyrien möchte ich dennoch hierzu als Menschenrechtler eine persönliche Solidaritätserklärung (keine Erklärung unseres Vereins) mit den Genoss*innen von YPG und YPJ abgeben.

Wer sind hier die tatsächlichen Aggressoren und Terroristen? Sicherlich nicht die kurdischen Kämpfer*innen. Seit vielen Jahren gab es immer wieder kurdische Unterstützung für unseren Kampf um Leonard Peltiers Freiheit. Mal wurden wir zum kurdischen Neujahrsfest eingeladen, um über Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal zu informieren, mal kamen junge Kurd*innen zu Vorträgen und Lesungen über Leonard Peltier oder standen mit uns am Tag der politischen Gefangenen gemeinsam an Infoständen in der Frankfurter Innenstadt, mal unterzeichneten sie massenhaft die Unterschriftenlisten für Peltiers Freiheit.

Wir kannten aber auch ihre Bedrohung hierzulande durch Salafisten einerseits und durch Polizei & Justiz andererseits, die auf das Zeigen kurdischer Symbole immer wieder mit paranoiden Repressionen reagierten. Die aktuellen Verbalangriffe deutscher Politiker*innen auf die türkische Politik nach dem Beginn der gestrigen türkischen Offensive sind ein peinliches Ablenkungsmanöver, denn die europäischen Regierungen haben längst “ihre Seele” an den Islamo-Nationalisten und Autokraten Erdogan verkauft, damit er der Festung EUROPA Flüchtlinge vom Halse hält. Der jetzige türkische Angriff trifft wie bereits der Angriff auf Afrin 2018 nicht nur die kurdische Bevölkerung, sondern gerade jene kurdischen Truppen, die im Nahen Osten dem fundamentalistischen Terror des Islamischen Staates sich entgegenstellten und die Region maßgeblich von der IS-Herrschaft des Schreckens befreiten. Aus diesem Grund stehe ich persönlich hinter dem obigen Bild. Danke an die Genoss*innen für diesen Befreiungskampf gegen die islamistischen Terroristen, Danke für die Stärkung demokratischer Selbstverwaltungsstrukturen und für die Garantie von Frauenrechten in der Region und Danke für euer Bemühen, dem Recht der Kurden auf eine Respektierung ihrer Kultur Gehör zu verschaffen. Und dieser Kampf war und ist auch ein Kampf für Demokratie und Menschenrechte in unserer relativen Wohlstandsoase EUROPA, wie mir eine kurdische Genossin einmal sagte. Und auch hierfür Danke. Michael Koch

Elke und Holger Zimmer von der Tokata-LPSG RheinMain – Ostgruppe haben neben ihrem emsigen Engagement für Leonard Peltier auch 2019 wieder Touren indigener Musiker durch die östlichen Bundesländer organisiert und zum Teil auch begleitet. Anbei ihr Bericht zur diesjährigen Tour des Cheyenne-Arapaho-Musikers Mitch Walking Elk mit kleineren Änderungen. Vielen Dank euch beiden.

Nicht enden wollenden Applaus hat Mitch Walking Elk bei seinen 13 Konzerten zwischen Erzgebirge und Ostsee eingeheimst. Und meist war nicht nach der Zugabe des Schlafliedes „Lakota Lullaby“ Schluss, sondern erst nach dem Victory-Song des American Indian Movement (AIM): Der Resonanzkörper der Gitarre verstärkte das Klopfen der Finger so, als wäre der Trommelschlag über die einst grenzenlosen Prärien zu hören. Dabei ist der 68-Jährige nicht gerade für das Verbreiten von Klischees über Indianer bekannt und betont denn auch: Wir Indigenen feiern nicht den Columbus-Day, die Entdeckung Amerikas durch Europäer, sondern das Überleben angesichts von 500 Jahren Kolonialismus und Unterdrückung.

(mehr …)