DIREKTE AKTION in Vancouver: Wenn die kolonialistische zynische Geschichtsdarstellung ins Wanken gerät….

…so oder ähnlich könnte man die Denkmalentfernungs-Aktion in Vancouver kommentieren. Einen interessanten Artikel fanden wir im unabhängigen Online-Blogmagazine THE TYEE, den wir hier gerne übersetzt veröffentlichen. Ja es mag sein, dass nicht jede/jeder solche Aktionen gut findet, dies ist jedenmenschs freie Meinung. Unser Verhältnis zu solchen Aktionen ist pragmatisch bissig und ggf. auch zynisch: Sogenannte Heldendenkmäler sind meist ein Relikt aus Zeiten des Kolonialismus, Nationalismus, Faschismus, Stalinismus-Maoismus und und und. Schauen wir mal genauer hin: meist stehen solche Denkmäler für Sklavenhalter und den Profiteuren der Sklaverei, für Eroberer die für den anschließenden Genozid an den Indigenen verantwortlich sind, für Kriegs-, Revolutions- und Nationalhelden die für millionenfachen Tod verantwortlich sind, für Präsident*innen die für bestehende Ungerechtigkeiten in ihren Ländern verantwortlich sind usw. Francodenkmäler und – Straßennamensschilder in Spanien, Columbusdenkmäler in Südeuropa und in den USA und Lateinamerika, …die Liste ist lang. Aus der Geschichte lernen? Ja was denn, je unmenschlicher desto geschichtsrelevanter oder was? Dagegen lassen sich menschen-, nationen-, völker-, glaubensrichtungenverbindende Denkmäler an wenigen Fingern abzählen.

Ein Beispiel aus Rapid City, Süd-Dakota (USA). Eine Stadt, die mehrheitlich ultrakonservativ ist, indigenenfeindlich, rassistisch. Hier stehen Downtown an jeder STraßenecke Präsidenten-Statuen. An einer Ecke gibt es auch Bronzestatuen, die Indigene darstellen. Nun, das kommt touristisch gut, denn genau an dieser Straßenecke ist der Laden Prairie Edge, eine Trading Post mit indianischem Handarbeitsbedarf und Dakota Drums. Und hier stehen folgende Bronzestatuen:

… die freundliche indigene Grandma ersetzt seit einigen Jahren eine frühere Stutue, die sicherlich nicht jedem in Rapid City aufgrund ihrer Aussage gepasst hat, Denkmalsaustausch als Konfliktvermeidung und Unsichtbarmachung der Repressionsgeschichte gegenüber den Indigenen

..in diesem Sinne begrüßen wir die Demontage von Denkmälern, die ja in Wirklichkeit gar nicht zum Denken anregen sollen, als antikolonialistische,-rassistische, -nationalistische, -totalitäre und -autoritäre direkte Aktionen.

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