Leonard Peltier-News: der Kampf geht weiter – auch im März

heutige Tops:

Schreiben des International Leonard Peltier Defence Committee (ILPDC) über den Verteiler des Lakota Peoples Law Project (LPLP) und Video der Aktion in Rapid City

Aktionen im Rahmen des Internationalen Tages der politischen Gefangenen (18.3.)


Als Co-Direktor des International Leonard Peltier Defense Committee (ILPDC) habe ich viele Jahre damit verbracht, mich für Gerechtigkeit für Leonard einzusetzen. Leonard ist ein politischer Gefangener, der zu Unrecht – aufgrund nachweislich falscher Beweise – verurteilt wurde, weil er 1975 im Pine Ridge Reservat in Süddakota FBI-Agenten ermordet hat. Er ist jetzt 77 Jahre alt und sitzt immer noch in einem Bundesgefängnis in Florida fest. Im Januar hat er sich zu allem Übel auch noch mit COVID-19 infiziert. Wie Sie vielleicht wissen, fordern wir die US-Präsidenten seit vielen Jahren auf, das einzig Verantwortungsvolle und Menschliche zu tun: Lassen Sie Leonard Peltier frei. Ich empfehle Ihnen, sich das neue Video von Lakota Law anzusehen, deren Medienteam unsere jüngste Kundgebung in Rapid City, South Dakota, gefilmt hat.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=wGfXVcSjkG0&t=2s

Präsident Joe Biden hat die Macht, Leonard zu begnadigen, und zwar jetzt. Darüber hinaus hat Leonard Anspruch auf eine Entlassung nach den COVID-19-Richtlinien oder auf eine Entlassung aus Mitleid nach den Regeln des Bureau of Prisons – was ihm jedoch mehrfach verweigert wurde. Leider kann Leonard gegen diese Ablehnungen keine Berufung einlegen, da er vor November 1987 verurteilt wurde.

Aufgrund von Verfassungsverstößen und staatsanwaltschaftlichem Fehlverhalten im Zusammenhang mit seinem Fall hätte Leonard schon längst freigelassen werden müssen. So hielt die Regierung ursprünglich entlastendes Beweismaterial zurück – einschließlich eines ballistischen Berichts, aus dem hervorging, dass die am Tatort gefundenen Patronenhülsen nicht aus Leonards Waffe stammten. Außerdem stützte sich die Staatsanwaltschaft auf Aussagen von so genannten Zeugen, die später ihre Aussagen widerriefen und sagten, FBI-Agenten hätten sie bedroht und zum Lügen gezwungen.

Leonards Verurteilung war von Anfang an falsch, und er hat nun jahrzehntelang hinter Gittern gelitten. Zu den vielen Menschen, die seine Begnadigung gefordert haben, gehören die Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu, Nelson Mandela und Rigoberta Menchú, Richter Kevin Sharp, ehemaliger Oberrichter des US-Bezirksgerichts von Tennessee, die Abgeordneten Brian Schatz (D-HI) und Patrick Leahy (D-VT) sowie der Abgeordnete Raúl Grijalva (D-AZ). Außerdem hat James Reynolds, der leitende Staatsanwalt, der bei der Verurteilung von Leonard mitgewirkt hat, in einem unserer Meinung nach beispiellosen Schritt seine Verurteilung als Ungerechtigkeit bezeichnet und in Leonards Namen an die Präsidenten Obama und Biden geschrieben.

Werden Sie uns in unserem Kampf für Leonards Freiheit unterstützen? Um mehr über unseren Kampf zu erfahren, besuchen Sie bitte unsere ILPDC-Website.

Wopila tanka — I thank you for your care and solidarity!
Carol Gokee
Co-Director, Leonard Peltier Defense Committee
Via the Lakota People’s Law Project


Auch zum diesjährigen Internationalen Tag der politischen Gefangenen (18.3.) finden zahlreiche Aktivitäten statt, die auch auf Leonard Peltier hinweisen, so u.a.

17.3.2022 Mahnwache vor dem US-Generalkonsulat in Frankfurt am Main (Giessener Str. 30) 18:00 – 19:00 Uhr

18.3.2022 Kundgebung des INTERNATIONALISTISCHEN BÜNDNISSES in Frankfurt am Main (Hauptwache) Zeil 17:00 Uhr

Artikel zur Zeitungsbeilage der ROTEN HILFE zum 18.3.2022 (u.a. in jungeWelt)

18.3. 2022 YouTube-Premiere mit Live-Chat des Videoslide-Clips “Rise Up, for Leonard Peltier”, 23:00 Uhr MEZ (Link wird noch bekanntgegeben)


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