Indianerfeindlicher Rassismus kaum mehr zu toppen. Jubelfeuerwerk mit Trump in den Black Hills, angedrohter Einsatz von Bundespolizei an C 19-Checkpoints in Cheyenne River Reservation und immer noch nicht Auszahlung von Geldern aus dem Covid Relief Fond an indigene Nationen

Bitte unterschreibt die folgende Petition… Heute wird Präsident Trump in South Dakota in den Black Hills einer mehr als fragwürdigen Inszenierung beiwohnen, die er selbst veranlasst hat. Anlässlich des morgigen Independence Days (gilt ja ohnehin nur für das weiße, herrschende Amerika) soll am Mount Rushmore Präsidentendenkmal ein gigantisches Feuerwerk entzündet werden. In Covid 19-Zeiten sicherlich eine Veranstaltung, die die Infektionen in den USA weiterhin explodieren lässt und auch die Waldbrandgefahr in der Region erhöhen dürfte. Die Black Hills stehen für die Lakota und andere indigene Nationen als “heilige Berge”, die niemals zum Verkauf anstanden. Das Mount Rushmore Denkmal ist in Fels gemeiselte Geschichte der Eroberung Nordamerikas und somit der Völkermordpolitik gegen die Ureinwohner Amerikas. Der Skulpteur Borglum selbst war Führungsmitglied des Ku-Klux-Klan und hat sich wiederholt durch sehr rassistische Statements hervorgetan. Also mehr als genug Gründe, um gegen diese in vielfacher Hinsicht rassistische Jubelveranstaltung zu protestieren.

That´s Indian Land

Gleichzeitig wurden an die indigenen Nationen immer noch keine Mittel aus dem Covid Relief Fund zur Prävention, Eindämmung und Behandlung im Kontext von Corona ausgezahlt, obwohl diese Mittel zur Verfügung stehen. Schlimmer noch: in der Cheyenne River Reservation sollen die C 19-Checkpoints auf den Straßen abgebaut werden bzw. Stammespolizisten durch Bundespolizei ersetzt werden. (zu den Erfahrungen der Lakota mit der Bundespolizei siehe Pine Ridge Reservation in den 70er Jahren). Wir unterstützen das Lakota Peoples Law Project (LPLP) und andere indigene Gruppen und Organisationen in ihrem Protest gegen das unverantwortliche Feuerwerk, das ein unverantwortlicher egomaner Präsident inszenieren lässt und in ihrem Protest gegen die Räumung der Checkpoints bzw. den Einsatz von Bundespolizei. Bitte unterschreibt die folgende Petition…, wir werden das LPLP in seinen weiteren Bemühungen zur Bekämpfung von C19 unterstützen

Ein Kommentar zu “Indianerfeindlicher Rassismus kaum mehr zu toppen. Jubelfeuerwerk mit Trump in den Black Hills, angedrohter Einsatz von Bundespolizei an C 19-Checkpoints in Cheyenne River Reservation und immer noch nicht Auszahlung von Geldern aus dem Covid Relief Fond an indigene Nationen
  1. In der Frankfurter Rundschau vom 05.07.2020 ist ein Bericht dazu
    https://www.fr.de/politik/donald-trump-independence-day-mount-rushmore-south-dakota-usa-rede-feuerwerk-neil-young-schande-nation-zr-90006765.html15 ,
    der folgendes Zutat enthält :
    “Denn die „Black Hills“, der Gebirgszug, zu dem auch Mount Rushmore gehört, sind Teil der Ländereien, die im Jahr 1868 im Vertrag von Fort Laramie vom US-Senat an die Indianderstämme der Sioux abgetreten wurden. Bis heute wurde das Land aber nie übergeben.”
    So kann man durch nachlässige Tatsachenverdrehung auch gutwillig Geschichte fälschen.
    Da gab es nichts “abzutreten” oder “zu übergeben”. Schließlich gehörte den Indianern das Land von jeher. Es hätte gereicht, wenn die amerikanische Regierung den Sioux die im Vertrag von Fort Laramie zugesicherten Black Hills etc. nicht geraubt hätte.

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