Sonntag, 5. Juli 2020, Wald statt Kohle, 75 Monate Sonntagsspaziergang im Hambi und in den Dörfern am Tagebau Garzweiler – natürlich corona-kompatibel – diesmal in den Dörfern. Grußbotschaft von Tokata-LPSG RheinMain e. V.

In den vergangenen Jahren waren wir des öfteren an Aktionen im Hambacher Wald, bei Ende-Gelände-Düren, bei der großen Klima-Demo in Köln beteiligt. Vielleicht erinnern sich einige auch noch, dass wir Grußbotschaften aus dem indigenen Amerika verlasen ( https://www.leonardpeltier.de/5172-presseerklaerung-zur-solibotschaft-aus-den-usa-zum-hambacher-forst ) oder auch einen Brief des indianischen politischen Gefangenen Leonard Peltier an die “Protectors of the Wood” ( https://www.leonardpeltier.de/5213-grussbotschaft-leonard-peltier-am-hambacher-forst-) & ( https://www.leonardpeltier.de/5203-offener-soli-brief-leonard-peltiers-zur-unterstuetzung-der-waldbeschuetzerinnen-im-am-und-um-den-hambacher-wald ) verlesen, an unseren Besuch mit einer indianischen Delegation im Hambi-Camp Manheim und im Ende-Gelände-Camp, an meine Rede und Lesung im Rahmen des 5jährigen Bestehens der Waldspaziergänge ( https://www.leonardpeltier.de/5620-rede-anlaesslich-des-5jaehrigen-jubilaeums-der-waldspaziergaenge-hambacher-wald )

v.r.n.l.: Jeane Roach (AIM Grassroots), Jimbo Simmons (AIM) und Michael Koch (TOKATA-LPSG RheinMain) beim Ende Gelände Camp in Düren

Wir haben 2020 Euch nicht vergessen. Und auch im globalen Kontext bleibt euer Kampf relevant, denn er fügt sich ein in das sich notwendigerweise immer stärker entwickelnde Bewußtsein, die Kämpfe um Umwelt, allgemeine Menschenrechte und indigene Rechte im Besonderen, um soziale Gerechtigkeit mit antirassistischen, antinationalistischen und antikapitalistischen Kämpfen zu verbinden. Aufgrund unserer überstanden Covid 19-Erkrankung sind wir leider noch nicht so mobil und fit, um am 5.7.2020 bei Euch zu sein, aber wir senden Euch solidarische Grüße verbunden mit der Hoffnung, nach dem Sommer wieder mal bei Euren Aktionen dabei zu sein.

Michael Koch überbringt Solibrief Leonard Peltiers an die Hambi-Beschützer*innen

——————————————————————————–

Hier nun der Aufruf, den wir gerne weiterleiten:

Liebe Wald- und Naturschützer*innen, Pressevertreter*innen, Mitmenschen…

Gegen jede Vernunft geht der IrRWEg weiter. D ie Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, die Vertreibung von Menschen, das Ausradieren von Heimat, die Vernichtung der fruchtbarsten Böden, der dramatische Klimawandel und die Lügen der Konzerne und vieler Politiker.

Wann hört es endlich auf, dass RWE bestimmt, was im Rheinischen Revier geschieht, welche Wälder und Dörfer noch vernichtet werden, wieviel wertvollstes Grundwasser abgepumpt werden darf? Wann hört es endlich auf, dass diese fahrlässigen unternehmerischen Entscheidungen von Ministerpräsidenten, Kabinetten, Bergämtern und letzlich auch von der NRWE-Polizei gegen besseres Wissen abgenickt werden?
Wir stecken mitten in einer globalen Krise, wir haben keine Zeit mehr zu verschwenden, wenn wir das Überleben der Menschen und der Mitwelt sichern wollen.
Und deshalb machen wir weiter:
Sonntag, 5. Juli 2020, Wald statt Kohle, 75 Monate Sonntagsspaziergang im Hambi und in den Dörfern am Tagebau Garzweiler – natürlich corona-kompatibel – diesmal in den Dörfern

Dazu schreibt ADB – Alle Dörfer bleiben:

5.Juli: Dorfspaziergang am Tagebau Garzweiler

Am Sonntag den 5. Juli laden wir zusammen mit dem Naturführer und Waldpädagogen Michael Zobel ein zum Dorf- und Waldspaziergang am Tagebau Garzweiler.
Treffpunkt: Lützerath um 11.30 Uhr.
Der Weg führt am Tagebau entlang der L 277 nach Keyenberg und über die Felder zurück nach Lützerath.
In Keyenberg Pause/Picknick und Andacht mit der Initiative “Die Kirchen im Dorf lassen”
Lernt die bedrohten Dörfer am Tagebau Garzweiler kennen, seht die Zerstörungen mit eigenen Augen und unterstützt unseren Widerstand!
Wir freuen uns auf Euch!
je nach Teilnehmer*innenzahl werden wir in corona-konformen Gruppen unterwegs sein
Bis zum 5. Juli gibt es noch weitere Informationen, bitte nachschauen auf www.naturfuehrung.com
  Wir müssen den Kohleausstieg selbst in die Hand nehmen. Die Politik versagt komplett und duckt sich weg, wir werden nach wie vor belogen. Vom Ministerpräsidenten und vom Konzernchef. Alles läuft wie gewohnt in NRWE, ein einziger großer Konzern bestimmt und die Politik nickt alles ab. Das muss ein sofortiges Ende haben.

Deshalb machen wir weiter, im Wald, in den Dörfern, auf den Straßen, bis der letzte Kohlebagger steht.

In diesem Sinne,
bis Sonntag in Lützerath,

Eva Töller, Michael Zobel, Antje Grothus, Todde Kemmerich und viele Unterstützer*innen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Sicherheitsfrage: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.