Kanada/B.C.: Polizei stürmt Protestcamp der Wet’suwet’en gegen die Coastal GasLink Pipeline.

Kanada/B.C.: Polizei stürmt Protestcamp der Wet’suwet’en gegen die Coastal GasLink Pipeline.

Seit Tagen protestieren Angehörige der Wet’suwet’en im nordwestlichen Britsh Columbia gegen die gewaltsame Räumung ihrer Blockaden gegen den Bau der Coastal GasLink Pipeline, die durch das Gebiet der First Nation geht. Dabei wurden zahlreiche Personen in den vergangenen Tagen festgenommen. Mit ihren Protesten machten Teile der Wet’suwet’en unterstützt durch die traditionellen Häuptlinge (die gewählten anpassungsbereiten Chiefs kooperieren mit dem Pipeline-Projekt, der Polizei und Politik) nicht nur auf die ökologischen Risiken und die Verletzung indigener Rechte sondern auch auf die mit dem Pipeline-Bau einhergehenden Mancamps aufmerksam.

Diese Arbeiterunterkünfte sind immer wieder Ausgangsorte sexueller Gewalt gegenüber Mädchen & Frauen – vor allem gegen indigene Mädchen & Frauen. Sexuelle Übergriffe, Vergewaltigungen, Entführungen & Verschleppungen, Morde sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wir als Menschenrechtsorganisation protestieren gegen den brutalen paramilitärischen Polizeieinsatz der RCMP und die anhaltende kolonialistische Politik Kanadas gegen Indigene und solidarisieren uns mit dem Widerstand der Wet’suwet’en gegen Pipeline-Bau und Mancamps. Als Mitglied der European Alliance for the Self-Determination of Indigenous People haben wir im Rahmen des 8. Nordamerikanischen Filmfestivals INDIANER & INUIT (Stuttgart 6. – 9.2.2020) daher folgende gemeinsame Resolution verfasst und beim Festival unterschreiben lassen:

Protestiert auch hierzulande bei kanadischen Vertretungen (Berlin, Düsseldorf, München) oder auch Reisebüros. Dazu könnt ihr euch an dem Text der Unterschriftenliste orientieren. Unter folgendem Link findet ihr die Adressen der kanadischen Vertretungen:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/kanada-node/vertretungenkanada/204880

Bezieht euch bei eurem Protest (gleich ob per Email, Protestbrief oder bei Telefonaten) auf die Verletzung vonMenschenrechten und vor allem indigenen Rechten, auf die ökologischen Risiken, auf die Gefahren für indigene Mädchen & Frauen durch die Mancamps.

mehr Infos u.a. https://www.youtube.com/watch?v=FD8DfwM_fMA, https://www.youtube.com/watch?v=8gDCE_BP9-M

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