Auf ein persönliches Wort….

Das folgende Bild hatte ich Anfang September in St. Pauli/Hamburg aufgenommen, und eigentlich ist diesem Bild nichts hinzuzufügen. Aufgrund des völkerrechtswidrigen militärischen Einmarschs und Angriffs der Türkei auf kurdisches Gebiet in Nordsyrien möchte ich dennoch hierzu als Menschenrechtler eine persönliche Solidaritätserklärung (keine Erklärung unseres Vereins) mit den Genoss*innen von YPG und YPJ abgeben.

Wer sind hier die tatsächlichen Aggressoren und Terroristen? Sicherlich nicht die kurdischen Kämpfer*innen. Seit vielen Jahren gab es immer wieder kurdische Unterstützung für unseren Kampf um Leonard Peltiers Freiheit. Mal wurden wir zum kurdischen Neujahrsfest eingeladen, um über Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal zu informieren, mal kamen junge Kurd*innen zu Vorträgen und Lesungen über Leonard Peltier oder standen mit uns am Tag der politischen Gefangenen gemeinsam an Infoständen in der Frankfurter Innenstadt, mal unterzeichneten sie massenhaft die Unterschriftenlisten für Peltiers Freiheit.

Wir kannten aber auch ihre Bedrohung hierzulande durch Salafisten einerseits und durch Polizei & Justiz andererseits, die auf das Zeigen kurdischer Symbole immer wieder mit paranoiden Repressionen reagierten. Die aktuellen Verbalangriffe deutscher Politiker*innen auf die türkische Politik nach dem Beginn der gestrigen türkischen Offensive sind ein peinliches Ablenkungsmanöver, denn die europäischen Regierungen haben längst “ihre Seele” an den Islamo-Nationalisten und Autokraten Erdogan verkauft, damit er der Festung EUROPA Flüchtlinge vom Halse hält. Der jetzige türkische Angriff trifft wie bereits der Angriff auf Afrin 2018 nicht nur die kurdische Bevölkerung, sondern gerade jene kurdischen Truppen, die im Nahen Osten dem fundamentalistischen Terror des Islamischen Staates sich entgegenstellten und die Region maßgeblich von der IS-Herrschaft des Schreckens befreiten. Aus diesem Grund stehe ich persönlich hinter dem obigen Bild. Danke an die Genoss*innen für diesen Befreiungskampf gegen die islamistischen Terroristen, Danke für die Stärkung demokratischer Selbstverwaltungsstrukturen und für die Garantie von Frauenrechten in der Region und Danke für euer Bemühen, dem Recht der Kurden auf eine Respektierung ihrer Kultur Gehör zu verschaffen. Und dieser Kampf war und ist auch ein Kampf für Demokratie und Menschenrechte in unserer relativen Wohlstandsoase EUROPA, wie mir eine kurdische Genossin einmal sagte. Und auch hierfür Danke. Michael Koch

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