Ein Leben für die Freiheit – Leonard Peltier und der indianische Widerstand. Lesung in der Pine Ridge Reservation

Für die Teilnehmer*innen der Bildungs- und Begegnungsreise durch das Land der Lakota, die durch den Verein TOKATA-LPSG RheinMain e. V. organisiert wurde, gab es am fünften Tag der Reise eine Lesung der besonderen Art. Mit Genehmigung durch Angehörige der Jumping Bull-Familie besuchten die Teilnehmer*innen den Ort der tragischen Schießerei von 1975. Doch bevor sie  sich ein genaueres Bild von den örtlichen Gegebenheiten machten bildeten sie Stuhlkreis. Nach einer Minute des Schweigens im Gedenken an alle Opfer des 26.6.1975 und des Schicksals von Leonard Peltier las Mitautor Michael Koch direkt am Ort der Geschehnisse aus dem 2016 erschienenen und Ende 2017 in zweiter Auflage aktualisiertem Buch Ein Leben für die Freiheit – Leonard Peltier und der indianische Widerstand. 

Es war eine Lesung und auch Erzählung der ganz besonderen Art, wobei Atmosphäre und Spirit der Geschichte sich vor Ort mit dem Heute für die Zuhörer verband. Vor allem war es eine Lesung und Erzählung der leisen Töne, die  zur Nachdenklichkeit anregte. Wohlwissend, dass die Wunden von einst längst nicht verheilt sind und die einflussreichen Kreise aus den einstigen GOON-Familien immer noch über entsprechende Macht verfügen und dabei das staatliche Interesse, die wahren Abläufe des 26.6.75 zu vertuschen, unterstützen. Die Lesung war auch Teil der laufenden 7. Lesereise, die Ende September in Offenbach am Main fortgesetzt wird.

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