Kurzbericht der 3. Ukraine-Hilfsfahrt

Auch die dritte Hilfslieferung an unsere ukrainischen Partner konnte am Pfingst-Wochenende an der polnisch-ukrainischen Grenze bei Medyka übergeben werden. Dank der eingenommenen Gelder beim Benefizkonzert in Offenbach am 26.4. (Eintritt + Spenden) sowie beim Konzert mit der Hamburg Blues Band am 14.5. (Spenden) sowie von weiteren Spenden kamen dann doch wieder Mittel für lebensrettende medizinische Hilfsartikel, humanitäre Hilfsmittel sowie Schutzkleidung für unsere Helfer*innen im Partnerprojekt zusammen.

Wie unschwer auf den Bildern zu erkennen ist, war der Wagen bei der dritten Fahrt nicht so voll beladen, wie bei den ersten beiden Fahrten. Aber einige der gelieferten Artikel sind zwar sehr kostspielig, nehmen aber nur wenig Platz ein. Unsere Lieferschwerpunkte waren diesmal in den Bereichen “lebensrettende medizinische Hilfsartikel” Tourniquets (Schnellabbinder bei Verblutungsgefahr), Verbandsmaterial, Schmerzmittel und military medical bags; , bei “humanitäre Hilfsmittel” Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen, Powerbanks, Walkie Talkies, Schlafsäcke, Isomatten, Hygienebedarf sowie bei “Schutzkleidung für unsere Helfer*innen im Partnerprojekt” tactical boots and socks sowie Spezialhelme Grade IIIa. Letzteres benötigen die freiwilligen Helfer, da sie bei ihren Aktionen selbst regelmäßig in Lebensgefahr sind. Allerdings kosten solche Helme (ca. 450 €) und auch schußsichere Westen (ca. 1000 €) erheblich mehr, als wir an Spenden einnehmen konnten. Die bittere Realität: viele freiwillige humanitäre Helfer*innen nicht nur unseres Partnerprojektes riskieren täglich ungeschützt ihr Leben, um anderen beim Überleben zu helfen. Alle unsere Spenden waren wieder anhand der uns zugeschickten Bedarfsliste besorgt worden.

An alle, die unsere dritte Hilfsfahrt mit Spenden oder auch ansonsten unterstützt haben erneut nicht nur unser Dank, sondern auch der Dank jener Menschen, denen dadurch geholfen werden konnte und kann sowie dank von unseren Partner*innen in der Ukraine und Polen. Diesen Dank richten wir an die Besucher*innen des Benefizkonzertes in Offenbach sowie des Soli-Konzertes mit der Hamburg Blues Band ebenfalls in Offenbach, all jenen die uns für die Aktion wieder Spenden zukommen ließen sowie die meinem Geburtstagswunsch nachkamen und statt Geschenke uns ebenfalls Geld für die Aktion spendeten. Der Dank gilt aber auch den beteiligten Musiker*innen beider Konzerte, vielen Vereinsmitgliedern und erneut unserer Family, die uns wieder sehr unterstützte. Weiterhin Dank an Ärzte und Zahnärzte, die uns mit Spendenartikeln unterstützten. Dank auch an unsere Partner*innen in der Ukraine und unseren Quartieren in Polen.

Wir gehen davon aus in absehbarer Zeit vorerst keine weiteren Fahrten mehr durchzuführen. Um jedoch Unterstützungen fortführen zu können, haben unsere polnisch-ukrainischen Partner*innen nun Lager- und Postadressen in Polen aufgebaut. Somit können wir zukünftig kleinere Spenden ohne kostspielige und zeitaufwendige Marathonfahrten versenden. Wer uns dabei helfen möchte, ist gerne eingeladen dies zu unterstützen. Was immer benötigt wird und keine großen Frachtkosten beträgt sind Tourniquets, also lebensrettende Wundschnellabbinder bei drohenden Verblutungen. Diese können wir kurzfristig besorgen und weiterleiten.

Über die Situation aus dem Grenzgebiet nur soviel: anzumerken ist der abnehmende Medien-Voyeurismus an den Grenzübergängen. Längst ist der Krieg mit all seinen schrecklichen Details zum Alltag geworden. Auffällig sind die langen Wartezeiten Richtung Ukraine. LKWs und Lieferwagen stehen zum Teil über 6 km im Stau, d.h. Stunden und Tage, bis zur Abfertigung an der Grenze. Betroffen hiervon sind auch Getreideexporte aus der Ukraine, da die leeren LKWs endlos auf polnischer Seite auf die Einreise warten müssen.

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