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Troy Davis: US-Gericht weist Einspruch gegen Hinrichtung ab

Ein Gericht im US-Bundesstaat Georgia hat einen in letzter Minute eingereichten Einspruch gegen die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Troy Davis’ abgewiesen.

Richter Thomas Wilson (ein Namen, den mensch nicht vergessen wird) vom Bezirksgericht in Butts County habe den Antrag abgelehnt, sagte Davis’ AnwaltBrian Kemmer heute am späten Abend. Er werde deshalb nun noch einmal das Oberste Gericht von Georgia anrufen.

Davis’ Hinrichtung ist für 01.00 Uhr MESZ geplant. Der heute 42-jährige Afroamerikaner war 1991 wegen der Ermordung eines weißen Polizisten zum Tode verurteilt worden. Er beteuert seine Unschuld. Kemmer hatte sein Gesuch damit begründet, dass neue Beweise zur Entlastung seines Mandanten vorlägen. Ein Gnadenausschuss hatte am Dienstag ein Gnadengesuch abgelehnt.

Proteste und Gebete

Vor dem Gefängnis in Jackson, wo Davis auf seine Hinrichtung wartete, demonstrierten rund 200 Menschen gegen die Exekution. Sie riefen Protestparolen und beteten für den Todeskandidaten. Auch vor dem Weißen Haus in Washington versammelten sich rund 200 Demonstranten. Zwölf Schwarze – zwei junge Männer und zehn junge Frauen – wurden festgenommen, weil sie sich weigerten, den Gehsteig vor dem Gebäude des US-Präsidenten zu verlassen.

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