Globaler Klimastreiktag, 20.9.2019

Auf den Zusammenhang von Ressourcenausbeutung und -verschwendung, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen haben wir als Organisation immer wieder hingewiesen. Dass hierbei auch indigene Rechte & Belange erheblich tangiert werden, dass hierbei indigene Aktivist*innen mit am häufigtsen verfolgt, diskriminiert, kriminalisiert oder auch ermordet werden, dass hierbei Indigene ihrer Lebensgrundlagen beraubt und sie zu tausenden, zehntausenden oder auch hunderttausenden vertrieben wurden – all das war bereits seit längerem Teil unserer Aufklärungsarbeit.

Ob bei der Fridays4Future-Kundgebung in Offenbach am Main (März 2019) oder der Kundgebung zum 5. Jahrestag der Waldspaziergänge am Hambacher Wald (Mai 2019), dem Vortrag WATER IS LIFE (Hamburg September 2019) oder auch im Schlusskapitel unseres Buches EIN LEBEN FÜR DIE FREIHEIT – LEONARD PELTIER UND DER INDIANISCHE WIDERSTAND (Zweitauflage 2017, Traumfänger Verlag) – wir haben uns zu diesem eingangs genannten Themenkomplex bereits seit längerem verhalten und sind dabei, diesen Bereich weiter sowohl forschungsmäßig als auch für Vorträge auszubauen. Bereits zu Beginn unserer politischen Arbeit, als wir noch knapp Leonard Peltier Support Group RheinMain hießen, hatten wir auf diese Zusammenhänge auch im Kontext von Uranabbau und Atomindustrie hingewiesen und einen Brückenschlag von Umweltpolitik, Menschenrechtsengagement und antikapitalistischer Gesellschaftspolitik vorgenommen.

Am Freitag, den 20.9.2019 findet der dritte weltweite Klimastreik – Tag statt. In Deutschland finden nach aktueller Meldung 533 Aktionen statt. Auch wir rufen hiermit zur Teilnahme auf. Verlasst Schulen, Universitäten, Fabriken, Ämter, Betriebe, Firmen, Büros – macht mit. Wir brauchen ein mächtiges Zeichen, denn am gleichen Tag versuchen uns die Heuchler der herrschenden Regierung wieder mit klebrigen Worten ihre völlig unzureichenden selbsternannten Klimarettungsvorschläge zu verkaufen. Es dürfte bereits jetzt klar sein, dass diese nicht ausreichen werden. Seitens der herrschenden Politik werden keine einschneidenden aber notwendigen Konsequenzen zu erwarten sein. Die Opposition um FDP und AFD verliert sich entweder in blumigen Floskeln (Innovation, Anreize, Wettbewerb) des (Neo)Liberalismus oder ganz im Sinne ihres reaktionär-ultrarechten Weltbildes in Leugnung von Umweltzerstörung. Hauptsache den deutschen Michels gehe es gut, auch wenn die Welt am Untergehen ist und Menschen auf anderen Kontinenten unter den ökologischen und menschenrechtsbezogenen Folgen leiden und sterben.

Nochmals, wir unterstützen die Aufrufe zum Klimastreik – ob Kundgebung, Demos oder auch Blockaden und andere Aktionen zivilen Ungehorsams. Seien wir Sand im Getriebe der Herrschenden und bringen das System zum Knirschen. Wir werden dabei sein.

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