Vom US-Generalkonsulat zur Nikolaikirche Für Leonard Peltier in Leipzig auch bei der Buchmesse und beim Ostermarsch

Und an dieser Stelle Neues aus Leipzig und der dortigen Peltier-Soliarbeit:

Die Leipziger Buchmesse ließ grüßen. Auch der Regen konnte die monatliche Free-Leonard-Peltier-Aktion am Abend des 13. März am US-Generalkonsulat im Leipziger Zentrum nicht stoppen. Ein Stand ließ sich zwar nicht aufbauen, aber drei Banner für „Amerikas Mandela“ und Frieden weltweit wehten tropfnass im Wind. Der Victory-Song des American Indian Movement erklang ebenso wie „40 Years“. Daneben wurde – passend zur Messe – aus drei Büchern gelesen: Martin Ludwig Hofmann war mit „Indian War“ vertreten. Welche Parallele: die Nichtbegnadigung 2001 durch Bill Clinton und die gleiche schmerzliche Erfahrung 16 Jahre später, als wir am 19. Januar 2017 in Leipzig ebenfalls am Generalkonsulat standen und wussten, dass es vom scheidenden Barack Obama keine Gnade für Leonard geben wird. Dann kam Peltier selbst zu Wort. In „Mein Leben ist mein Sonnentanz“ beschreibt er die Situation bei seinem Prozess in Fargo und die anschließende Flucht aus dem Gefängnis wegen eines vermeintlichen Mordkomplotts. Dann schloss sich der Kreis mit „Ein Leben für die Freiheit – Leonard Peltier und der indianische Widerstand“.

Das Buch von Michael Koch und Michael Schiffmann war vor genau zwei Jahren bei der Leipziger Buchmesse vorgestellt worden. Diesmal ist die Taschenbuchauflage am Stand E 402 in Halle 3 zu haben – aktualisiert, ergänzt und erweitert. Preiswerter ist sie, aber leider nicht mehr mit DVD.

Und nun schließt sich der Kreis. Denn Kerstin Schmäling ermöglicht es den Ostvertretern des Vereins Tokata Leonard-Peltier-Support-Group (LPSG) RheinMain zum vierten Mal, am Stand Unterschriften zu sammeln, aber auch über den Fall Peltier und weitere indianische Projekte zu informieren. Von Donnerstag, dem 15. März, bis Sonntag, dem 18. März, werden wir jeweils zwischen 10 Und 18 Uhr vor Ort zu finden sein.

Und weil man von Leipzig nicht genug kriegen kann, sind wir mit dem Leonard-Peltier-Stand am 24. März noch einmal hier zu finden. Beim Ostermarsch ab 10 Uhr an der Nikolaikirche. Am Dienstag haben wir schon mal den 50. Gedenktag des Massakers in Son My thematisiert. Damals hat die US-Armee im Vietnamkrieg mehr als 500 Menschen von Kindern bis zu Greisen abgeschlachtet. So wie 1890 in Wounded Knee. Bereits 2012 hatte Obama den Vietnam-War-Commemoration ins Leben gerufen. Er sprach damals vom Heldenmut von drei Millionen Frauen und Männern, „um die Ideale zu verteidigen, die wir hier als Amerikaner hochhalten“.   Und vom Stolz ist die Rede, um die   edelsten Traditionen der Streitkräfte zu repräsentieren. Staatlich sanktionierter Mord und Totschlag im Namen der Freiheit inbegriffen. Heute gibt es unzählige Vietnams. Der Unterschied: damals protestierten Millionen von Menschen auch in den USA. Und jetzt? Wir hoffen, dass wenigstens 100 und vielleicht etwas mehr den Weg zum Nikolaikirchhof finden, dorthin, wo 1989 so viele DDR-Bürger ihre Freiheit gefordert haben. Die kleine persönliche Freiheit scheint nun der Freiheit des Wegschauens gewichen zu sein. Elke und Holger Zimmer

Der Traumfänger-Verlag und der Tokata LPSG RheinMain ist vom 15. bis 18. März von 10 bis 18 Uhr am Stand E 402 in Halle 3 der Buchmesse zu finden.

„Musik statt Krieg“ heißt es in Leipzig am 23. März ab 20 Uhr mit dem Sänger Tino Eisbrenner im Werk II, Halle 5 der Windscheidstraße. Er ist auch dabei, wenn es am 24. März ab 10 Uhr an der Nikolaikirche losgeht, wenn aus Schwertern Sicheln geschmiedet und Tauben auffliegen gelassen werden.

 

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