Samstag, 6.5.2017 Mahnwache für Peltier in Leipzig ab 10:30 Uhr

Eine Chance für Leonard Peltier

Protest am Leipziger US-Generalkonsulat: Wir fordern Freiheit für langzeitgefangenen Bürgerrechtler und Frieden

Die Lage ist ernst für Leonard Peltier, der in den USA als „Amerikas Mandela“ gilt. „Es geht ihm nicht wirklich gut. Wie alle in Coleman ist er wieder im Lockdown“, schrieb am 29. April Michael Koch, Vorsitzender der Tokata Leonard-Peltier-Support-Group Rhein-Main, der wir als Ostgruppe angehören. Konkret heißt das, dass beim 72-jährigen indianischen Bürgerrechtler, der seit 41 Jahren und drei Monaten unschuldig in den USA im Gefängnis sitzt, sogar an eine Operation gedacht wurde, die man aber wieder verschoben hat. Bekanntlich ist bereits Anfang 2016 bei ihm ein Aneurysma an der Bauchaorta festgestellt worden, das bislang nicht operiert wurde. Lockdown hingegen bedeutet Dauereinschluss. Der trifft zwar wie 2015, als gegen einen Schmugglerring ermittelt wurde, alle Insassen, aber ältere und kranke Häftlinge besonders. Es bedeutet, dass es nur eine warme Mahlzeit am Tag gibt und ansonsten Wasser und Brot. Letzteres ist für Leonard wegen seiner Diabetes hart.

Wir fordern als Minimalziel die sofortige Verlegung aus dem Hochsicherheitsgefängnis Coleman in eine Haftanstalt mittlerer Sicherheit sowie die sofortige medizinische Versorgung von Leonard Peltier. Perspektivisch muss der Bürgerrechtler angesichts seines hohen Alters begnadigt werden. Außerdem weht an unserem Informationsstand wieder die Friedenstaube. Wir protestieren gegen die weitere Eskalation der Gewalt im Nahen Osten und gegen die weitere Aufrüstung Deutschlands. Elke und Holger Zimmer

Unter dem Motto „Give Leonard and peace a chance – Gebt Leonard und dem Frieden eine Chance“, 6. Mai, 10.30 bis 12 Uhr, Kundgebung am US-Generalkonsulat Leipzig, Ecke Seyfferth-/Wächterstraße   

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