Bericht von der Peltier-Aktion bei der Leipziger Buchmesse

 

und wieder ein Bericht unseres OST-Chapters, den wir gerne leicht gekürzt veröffentlichen:

Vier Tage, fünf Messehallen und knapp 200 000 Besucher – bei der Leipziger Buchmesse war der Verein TOKÁTA LPSG RheinMain erstmals vom 12. bis 15. März vertreten. Nachdem Kerstin Groeper-Schmäling vom Traumfänger-Verlag schon im Vorjahr unseren Aufsteller, auf dem über den zu Unrecht verurteilten indianischen Bürgerrechtler informiert wird, Flyer und Unterschriftenlisten ausgelegt hat, hatten wir diesmal an ihrem Stand in Halle 2 unser eigenes Eckchen. Dort standen auch die im Verlag erschienenen Bücher des Cheyenne-Arapaho Mitch Walking Elk und von Mary Caesar vom Volk der Kaska. Sie verarbeiten das Trauma ihrer Internatsschulzeit mit Musik beziehungsweise Malerei und dem Schreiben von Kurzgeschichten.  (Foto: Kerstin Groeper-Schmähling vor ihrem Stand mit der Peltier-Soliecke)

Leipz.Buchmesse

Es gab zahllose Gespräche mit Literaturinteressenten, die nicht nur aus Ostdeutschland, sondern sogar aus Baden, Bremen und Bayern den Weg zur Messe gefunden hatten. Sie zeigten sich interessiert daran, wie es dem „amerikanischen Mandela“ nach 39 Jahren im Gefängnis geht, waren erstaunt, dass er immer noch sitzt und wurden teilweise an die Jugend erinnert. In der gehörten mit dem Erstarken der politischen Aktivitäten des American Indian Movement einige in Ost und West Unterstützergruppen an und selbst heute noch interessieren sie sich für das Thema.

Weil das Interesse an den Nativ Americans inzwischen bei weitem nicht mehr so groß ist wie vor 40 Jahren, hat die Tokata-Ostgruppe – wie in den beiden vergangenen Jahren – vier Lesungen in Eisenberg (Thüringen) und Wittenberg (Sachsen-Anhalt) initiiert. …. Hintergrund für diese Initiative ist, die Leser wieder stärker oder überhaupt erst an Indianerliteratur heranzuführen und Interesse an damit im Zusammenhang stehende Menschenrechtsfragen zu wecken. Denn die stellen sich nicht nur angesichts der inzwischen über 39-jährigen Freiheitsberaubung im Falle Peltier, sondern auch wegen der Lebensbedingungen in vielen Reservationen. Vielleicht könnte das Thema Büchersponsoring anderswo ebenso greifen.

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