Unsere Postkartenaktion für Leonard Peltier geht weiter. Bestellungen können wieder angenommen werden. Auflage jetzt 55.000 Postkarten

Als im Frühjahr 2021 die Idee für unsere Postkarten-Aktion für Leonard Peltiers Freiheit an das Weiße Haus aufkam, war dies noch als kleine aber feine lokale Aktion gedacht. Doch dann nahm das Ideenkarusell Fahrt auf, es kamen zahlreiche Anregungen von einzelnen Vereinsmitgliedern, wir diskutierten es im Rahmen der European Alliance for the Self Determination of Indigenous Peoples, besprachen die Idee mit dem ILPDC und dem Oglala Commemoration Day Committee, der GfbV, verhandelten zwecks Zeitungsbeilage mit einzelnen Verlagen und und und. Fazit: 53.000 Postkarten wurden gedruckt und diese sind nun endgültig vollständig verteilt. Zahlreiche Unterstützer*innen-Gruppen und noch viel mehr engagierte Einzelpersonen nahmen bislang an der Aktion teil. Wie die unten folgenden Karten zeigen, nahmen bislang Gruppen aus 15 Staaten an der Aktion teil und in Deutschland wurden alleine in über 40 Städten Karten in größerer Anzahl verteilt. Indigene Gruppen aus Mexiko (Zapatisten), Chile (Mapuche), Kanada und den USA waren ebenfalls beteiligt.

Wie viele der an US-Präsident Joseph Biden adressierten 53.000 Postkarten bislang das Weiße Haus erreicht haben, vermögen wir nicht zu sagen. Aber wir gehen von einer mindestens 4stelligen Zahl aus. Und da jede einzeln geschickte Eingabe auch eingangsstatistisch einzeln erfasst und gemeldet wird, wird die Kampagne sicherlich bemerkt worden sein. Zumal wir diese Kampagne auch in Schreiben an zahlreiche Mitglieder der US-Regierung sowie des Bureau of Prisons, an US-Diplomaten und an europäische Diplomaten in den USA sowie an Mitglieder der UN erwähnt hatten, verbunden mit der Bitte, sich für Peltiers Freiheit einzusetzen.

Als nun vergangene Woche in Berlin an unserem Stand und unserer Lesung so ziemlich die letzten Karten verteilt und über weitere 100 Karten auch unterschrieben von uns an das Weiße Haus verschickt wurden und wir merkten, dass wir weitere Kartennachfragen erhalten, haben wir beschlossen 2000 weitere Karten drucken zu lassen. Somit werden dann insgesamt 55.000 Karten irgendwann im Umlauf sein.

Finanziell hatte uns die Aktion 2021 allerdings fast ins AUS katapultiert. Nicht die Druckkosten waren das Problem, sondern die Beilage in den Abo-Auflagen der jungenWelt und der TAZ. Wir bekamen zwar Soli-Konditionen und konnten auch in beiden Zeitungen vor ab per Anzeige auf die Aktion hinweisen, dennoch kostete uns alleine die Beilage in diesen beiden Zeitungen (47.500 Exemplare) knappe 6.000,00 €. Weitere Beilege-Hefte waren der COYOTE (500 Ex.) und die Zeitschrift von INCOMINDIOS (1000 Ex.). Allein aufgrund dieser Beilagen und den entsprechenden Anzeige-Hinweisen wurden nahezu weitere 1000 Karten bestellt. Ein weiterer Kostenfaktor war, dass wir als Verein vor allem indigene Gruppen bei der Portofinanzierung unterstützten, aber auch hierzulande kostete der Versand der bestellten Karten einiges an Geld. Insgesamt fielen so weitere 1000,00 € an. Ohne zahlreiche Spenden und ohne eine Übernahme des restlichen Fehlbetrages durch die ROTE HILFE e. V. (unterstützt durch unsere Freunde im Mumia-Bündnis) wäre dies alles nicht machbar gewesen. Und so sahen wir zum Jahresende wieder etwas entspannter auf unsere Haushaltssituation.

Natürlich versenden wir bestellte Karten gratis, würden uns aber gerade bei der Bestellung von größeren Mengen freuen, wenn wir hierfür eine Spende bekämen. Diese werden wir Anfang 2023 mit Spendenbeleg quittieren. Also, lasst uns die 55.000 rund machen. Und vielleicht packt uns dann die Hybris und wir drucken weitere 5.000 Karten und fluten das Weiße Haus bis Leonard frei ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Sicherheitsfrage: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.