Eindrücke vom Benefizkonzert “MAKE MUSIC, NO WAR“ vom 26.4.2022 aus dem Offenbacher KJK Sandgasse

….und natürlich sind dies erst einmal sehr subjektive Eindrücke der Veranstalter*innen. Vorweg gleich eine bedauerliche Meldung, nämlich dass der Konzertteil von Wolf Schubert K. aufgrund dessen Covid-Erkrankung kurzfristig ausfiel. An dieser Stelle, dir lieber Wolf, alles Gute für deine Genesung und unseren Dank für deine sofortige Bereitschaft, an dem Benefizkonzert teilzunehmen.  Doch auch ohne diesen Teil wurde der Abend zu einem über dreistündigen bunten Mix aus Live-Musik, Videoeinspielungen, internationalen Grußbotschaften und Informationen zu den Hintergründen der Veranstaltung. Im  Laufe des Abends ging das Moderatoren- und Veranstalterteam Claudia Weigmann-Koch und Michel Koch immer wieder auf den Anlass des Konzertes, auf die bisherigen Hilfsaktionen für bedürftige Menschen in der Ukraine und auch auf den Verwendungszweck der an diesem Abend eingenommenen Spenden ein. Und auch die auftretenden Künstler*innen positionierten sich von der Bühne diesbezüglich. Und somit war dieses Benefizkonzert denn auch das, was sich die Veranstalter erhofften: eine klare Botschaft gegen Kriege, Unterdrückung, Terror und Ausbeutung und eine ebensolche Botschaft für Frieden, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und Menschenrechte.

Bereits mit Einlass konnten sich die Gäste aufgrund einer musikalisch untermalten Diaschau über die bisherigen Hilfsfahrten sowie die überbrachten Spenden informieren. Und dass diese Spenden sehr schnell eingesetzt wurden und auch Leben gerettet hatten und bei den Rückfahrten auch Flüchtende mitgenommen wurden wurde immer mal wieder auch in den Moderationsbeiträgen deutlich. Als kurz nach 20:00 Uhr knapp 45 Gäste sowie einige Besucher*innen aus der Ukraine den Raum zu füllen begannen, startete der Konzertabend mit einem wunderschönen Set des Gitarrenduos Torsten Buckpesch und Lukas Jahn. Mit Songs wie u.a. The Thrill Is Gone , All Of Me und Stormy Monday sorgten die beiden Gitarristen für eine entspannte bluesig-swingende Lay Back-Atmosphäre. Im darauf folgenden Set von Michael Koch wurde es dann aufgrund der Textbotschaften der Songs eher ungemütlich und nachdenklich. mit eigenen Songs wie STOLEN, WHERE ARE YOU GOING?, SHADOWS ON THE GRAVES setzte sich Koch an der Akustikgitarre mit Themen wie Krieg, Völkermord, Umweltzerstörung und die menschliche Gleichgültigkeit auseinander. Von der Botschaft sicherlich eher eine schwere Kost. Patrick Steinbach, der zuvor bereits die beiden Ukraine-Hilfsfahrten unterstützte und auch die Idee eines Benefizkonzertes mitinspirierte, verband in seinem folgenden Part anschlussfähig durchaus ernste Themen aus der irischen Geschichte mit vorwiegend klassisch irischer Musik und sorgte für entsprechende Kurzweile.   Tom Jeutter und Band, die dann noch durch die Sängerin Nuwand unterstützt wurden, rockten dann die Sandgasse mit wuchtigen Blues, Rock und Rock n Roll und brachten dabei Tanzlaune in den Saal. Vor der abschließenden Session gab es noch zwei Musikclip-Einspielungen, die die Veranstalter vorher noch rechtzeitig erreichten. Manfred Häder hat unter dem Pseudonym Ansgard Exleben bei YouTube einen Song „Hey Putin“ veröffentlicht (https://www.youtube.com/watch?v=KWgKytoIocM) veröffentlicht. Der zweite Beitrag,  „Wir haben Wind gesät“ (https://youtu.be/TeUggtnzc_E) stammt von der ostdeutschen Band City und wurde gemeinsam mit den beiden kanadischen Musikern Michael Friedman und Kerry  Galloway geschrieben. Mit einer entsprechenden Solidaritätsbotschaft aus Kanada von Michael Friedman, der in Vergangenheit auch des Öfteren auf der Bühne des KJK Sandgasse stand,  sowie einer weiteren Grußbotschaft an das Publikum sowie die Veranstalter*innen und Musiker*innen dieses Abends aus der Ukraine startete dann die abschließende Blues-Session. Auf der Bühne nun neben dem Drummer der Tom Jeutter Band und Tom Jeutter an der Gitarre am Bass Udo Kistner und am Mikrofon eine stimmgewaltige Ute Jeutter als lebender Beweis, dass es hierzulande Super-Bluessängerinnen gibt. Nach drei Titeln, u.a. dem Stormy Monday Blues, kam dann abschließend nochmal Michel Koch auf die Bühne, um Ute am Mikrofon abzulösen. Mit dem Jimi Hendrix – Song „Red House“ endete dann der musikalische Teil des Abends, passend zu dem passenden Hendrix-Zitat „Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt“.

Fazit des Abends: ein zufriedenes Publikum, endlich wieder mal ein Konzert im KJK Sandgasse, engagierte und solidarische Musiker*innen und ca. 900 € Spenden für eine weitere Hilfsfahrt in die Ukraine. Unser Dank dem Publikum, den Musiker*innen, der Technik-Crew Yogi und Steffen, und Ute, Silvie und Thomas für Einlass- und Thekendienste.

Und am 14. Mai geht es weiter. Gleich ein dreifaches Jubiläum: 40 Jahre Hamburg Blues Band + 80 Jahre „God of Hellfire“ Arthur Brown + 70 Jahre Michel Koch. Das hält keine Bühne aus. Auch an diesem Abend sammeln wir noch einmal für die Ukraine-Hilfsfahrt, dies ist der Geburtstagswunsch von Michel. Also KOOOOOMMen, Einlass 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt: 25,00€ + VVK-Gebühr.

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