Weiter im Kampf gegen Bolsonaros ökologische und humanitäre Zerstörungspolitik

Wir hatten ja bereits gestern etwas zur ökologischen und humanitären Zerstörungspolitik des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hier gepostet. Und ja, wir werden auch weiterhin diesen Politiker und dessen politische Zerstörungsagenda angreifen. Doch machen wir uns nichts vor. Bolsonaro ist nur ein Symptomträger für diese Raubbau-Politik. Und nicht nur seine Steigbügelhalter in Militär, Evangelikalen, Großgrundbesitzern und Kapital tragen diese Politik der Regtenwald-Vernichtung und des Genozids an Indigenen. Dies sind keine Erfindungen der Neuzeit, wenn auch Tempo und Dymension früher etwas geringer waren. Die Vernichtung der Regenwälder und die Missachtung indigener Belange fanden auch vorher statt, auch unter sogenannten “linken” Regierungen. Sicherlich steht Brasilien vor enormen sozialen Herausforderungen: Armut, Obdachlosigkeit, Straßenkinder, Favelas, Drogengangs…. Aber soziale Gerechtigkeit gegen Umweltschutz und Menschenrechte auszuspielen geht sicherlich nicht auf., ist kein zukunftstaugliches Konzept. Hierzu braucht es neue Konzepte, die den nationalstaatlichen Rahmen letztendlich überwinden und die sich von einer neoliberalen profitorientierten Ausbeutungspolitk befreien. Ob dies unter kapitalistischer Logik möglich ist darf bezweifelt werden, da wird auf Dauer auch keine Green-Deal- Strategie helfen. Gerade die aktuelle Reise der mexikanischen indigenen Delegationen der EZLN, des CNI und der FPDTA durch Europa sollte uns zeigen, dass wir den ursächlichen Kapitalismus und Materialismus in all seinen Spielarten und auch religiösen Grundlagen (macht euch die Erde untertan….) überwinden müssen. Im folgendem Beitrag der HEUTE – Sendung vom 1.11.2021 können wir uns in zwei Minuten ein Bild machen, wie Umwelt und Menschenrechte und die Zukunft des Planeten zusammenhängen und welche Bedeutung hier Indigene haben. Folgt hierzu den Link, der Beitrag beginnt bei Minute 3:15 und geht bis zur Minute 5:20, aber natürlich könnt ihr auch die Sendung von Beginn an anschauen, denn hier werden auch zumindest deutliche Worte und Bilder präsentiert.

https://downloadzdf-a.akamaihd.net/mp4/zdf/21/11/211101_1900_sendung_h19/1/211101_1900_sendung_h19_1628k_p13v15.mp4

Zurück zu Bolsonaro, der zwar generös ankündigte, dass in 5 Jahren die illegalen Waldrodungen in Brasilien beendet seien. Doch was heißt das in Wirklichkeit? Dies bedeutet nur, dass bis dahin irreversible Fakten geschaffen worden sind und die Illegalität zur Legalität wird, denn es ist ausgewiesener Traum Bolsonaros ” to crack open the Amazon.” Für diese Vision wird er in der noch verbleibenden Amtszeit alles tun, damit sie Wirklichkeit wird: Öffnung des Regenwaldes für unkontrollierte Abbau-Minen bei gleichzeitiger Vertreibung der dort lebenden Indigenen aus ihrem angestammten Land, dass sie bereits seit Jahrhunderten und länger umweltschonend bewirtschaftet hatten. Hierzu wird es auch die entsprechenden Gesetzesänderungen geben. Diese Gesetzesvorhaben können tagtäglich erfolgen, wenn es uns nicht gelingt zu stoppen. Dies bedeutet neben vielen Aktionsformen, von der Petitition bis hin zu internationalen Protesten, Konsumboykott brasilianischer Waren und Aktionen zivilen Ungehorsams und auch handfesten Widerstands hierzulande und überall, Einfluss auf politische Schlüsselpersonen zu nehmen und sich mit Wort und Tat solidarisch mit den Indigenen zu verbinden. Und hier kommen wir alle wieder ins Spiel, denn wir können auch hierzulande einiges in diesem Kontext machen: kritische Aktionärsversammlungen; Outen, Mahnwachen und Blockaden beteiligter Konzerne; Petitionen unterschreiben oder selbst starten; sich bei engagierten Gruppen melden und an deren Aktionen mitmachen (Rettet den Regenwald, Ärzte ohne Grenzen, Greenpeace, oder auch unserem Verein); gezielt indigene Gemeinden und Projekte sowie Widerstandspolitik unterstützen, oder spenden. Kampagnenpolitik kostet Geld, wie wir als Verein selbst nur zu gut wissen (unsere diesjährige ehrenamtliche Peltierkampagne hat nahezu 10.000€ und hunderte Stunden ehrenamtliche Arbeit gekostet). Gezielt hier im Zusammenhang mit Brasilien zu spenden, ist das Anliegen von SumOfUs. Wir unterstützen diesen Aufruf und verbreiten ihn hiermit weiter. Zum Schluss eine Übersetzung des Schlussteiles des Aufrufes und die Spenden-Link-Adresse.

Wenn wir die Verabschiedung dieser Gesetzesentwürfe nicht verhindern können, wird das Amazonasgebiet aufgeteilt und an die Meistbietenden aus dem Bergbau, dem Holzeinschlag und der großen Agrarindustrie vergeben – eine Katastrophe für das Klima und die Artenvielfalt unseres Planeten.

Und wir werden die Auslöschung indigener Völker im gesamten brasilianischen Amazonasgebiet erleben, einschließlich isolierter Völker, die nie in Kontakt mit Außenstehenden gekommen sind.

Dies ist die von Bolsonaro angestrebte Zukunft des freien Spiels der Konzerne, aber gemeinsam können wir noch verhindern, dass sie Wirklichkeit wird.

Wenn Sie heute 26 € beisteuern, finanzieren Sie eine Kampagne, die Bolsonaro, seinen Verbündeten im Kongress und den gierigen Konzernen, die sie unterstützen, die Stirn bieten kann. Sie werden Untersuchungen finanzieren, um die Unternehmen hinter dieser unmenschlichen Gesetzgebung zu entlarven, gezielte Fernseh-, Radio- und Digitalwerbung schalten, um die Bevölkerung gegen Bolsonaro zu mobilisieren, und noch vieles mehr. Werden Sie heute spenden?

Spendet 26 € oder einen anderen Betrag. Hier geht es zum Spenden-Link

Donate €26 nowDonate another amount


More information:

Brazil police use teargas and rubber bullets against indigenous protesters, The Guardian. 23 June 2021.

Members of the ruralist caucus and allies to President Bolsonaro approve bill that paves the way for a new indigenous genocide,
APIB. 23 June 2021.

Firing arrows, indigenous people in Brazil protest bill curtailing land rights, Reuters. 16 June 2021.

Brazil sees record number of bids to mine illegally on Indigenous lands, Mongabay. 13 November 2020.

The Companies and Individuals Attempting to Mine on Indigenous Lands in Brazil, Agencia Publica. 20 February 2020.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Sicherheitsfrage: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.