Wien, 15.9.2021: Zweite Gruppe der EZLN reiste ein

Mit einem Tag Verspätung aufgrund wahrscheinlich rassistisch-politischer Willkür eines Einreisebediensteten am Umsteige-Flughafen MADRID landeten am gestrigen Mittwoch, den 15.9. die restlichen 77 Compas der EZLN in Wien. Wenn auch im kleineren Rahmen, so wurde auch dieser Teil der Delegation von Unterstützer*innen der Europa-Reise der Zapatista herzlich willkommen. Anwesend waren dabei wie am Vortrag auch zahlreiche Aktivist*innen aus ganz Europa. Auch aus der Vorbereitungsgruppe RheinMain, an der Tokata-LPSG RheinMain beteiligt ist, war eine Abordnung in Wien. Für uns waren die Momente, als die Compas in geschlossenen Formationen und begleitet durch die AG Sicherheit jeweils Dienstag und Mittwoch aus dem Zollbereich in den öffentlichen Bereich des Flughafens kamen, neben der Rede von Subcomandante Moisés sicherlich mit die bewegendsten Momente beider Tage. Einige der Compas werden nun die kommenden 5 Tage in Wien in Quarantäne bleiben müssen und erhalten dort dann noch eine zusätzliche Impfung. Der Gesundheitsschutz für die Indigenen hat absoluten Vorrang, damit sie Covid 19 nicht bei der Rückreise in ihre Regionen einschleppen. Aus der Geschichte wissen wir ja, dass viele Millionen Indigener an den Krankheiten der Europäer gestorben sind. Kommende Woche werden dann noch die Delegierten des CNI und der FPDTA-MPT in Wien ankommen. Dann werden sich die Gruppen in 28 Untergruppen über Europa verteilen, um sich hier mit Grassroot-Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bewegungen auszutauschen. Themen wie soziale Gerechtigkeit, Rassismus, Patriachat & Sexismus, Umwelt, Menschenrechte u.a. werden unter der Überschrift einer antikapitalistischen, herrschaftsfreien Rebellion von links und unten im Mittelpunkt der Begegnungen stehen.

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