Weiterhin keine Freiheit für die Dannenröder Wald-Aktivistin UP1

Ca. 50 – 60 Unterstützer*innen fanden sich am 25.3.2021 vor dem Amtsgericht Alsfeld ein, um lautstark mit Musik und Redebeiträgen sowie Parolen die sofortige Freiheit der seit fast 130 Tagen inhaftierten Gefangenen UP1 zu fordern. UP1 wurde anfänglich vorgeworfen im Rahmen ihrer Blockade bei der Räumung des Dannenröder Waldes mit Tritten das Leben eines Polizisten gefährdet zu haben. Für viele Beobachter*innen war dieser Strafvorwurf der pure Hohn, hatten doch die eingesetzten Polizisten selbst oftmals Gesundheit und Leben einzelner Waldschützer*innen mehr als fahrlässig gefährdet. Doch selbst nach polizeilich verursachten “Unfällen” oder sollte man doch eher sagen, dass es sich hierbei um mehr oder minder billigende Inkaufnahme von schwersten Verletzungen bis hin mit Todesfolgen handelte, waren die juristischen Folgen lediglich in Einzelfällen gegen Beamte staatsanwaltliche Ermittlungen wegen versuchter Körperverletzung.

25.3.2021 – Soliaktion vor dem AG Alsfeld

Nun fuhren bei UP1 , die ihre namentliche Identität bis heute nicht preisgab, Staatsanwaltschaft und Richter gleich harte Geschütze auf: versuchter Todschlag, U-Haft usw. Auch wenn der Strafvorwurf des versuchten Todschlages mittlerweile vom Tisch ist, bleibt UP1 weiterhin im Knast Frankfurt-Preungesheim III. Dies entschied das AG Alsfeld am heutigen Nachmittag und bewies dabei einmal mehr,. dass sich hier Staatsanwälte und Richter zu willfähigen Bütteln eines reaktionär-repressiven Justizsystems machen. Nicht verwunderlich in einem Land, in dem Polizei und Justiz wöchentlich zeigen, dass sie auf dem rechten Auge blind sind, dafür das gesamte Paket von Repressionsmaßnahmen an Aktivisti aus sozialen und sozialrevolutionären Bewegungen anwenden. Eine Woche nach dem Internationalen Tag der politischen Gefangenen ein weiteres Beispiel, dass gesellschaftlicher Fortschritt auch durch polizeiliche und juristische Repressionen blockiert wird. Es ist daher Zeit, nicht nur gegenüber den betroffenen Inhaftierten Solidarität zu zeigen, sondern sich im Kampf gegen Knäste und Repression zu organisieren: schafft viele bunte, rote und schwarze Hilfen.

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