AIM-Song bei Powwow: Free-Peltier-Banner weht drittes Mal in Grimma

Und nach dem Bericht von den  Karl May Festspielen in Radebeul nun ein Wochenende später ein weiterer Bericht unserer Ostgruppe, die sich unermüdlich für Peltiers GFreiheit engagiert. Euch beiden, vielen Dank aus RheinMain.

Gojko Mitic hat beim Karl-May-Fest in Radebeul unsere Unterschriftenliste signiert und Peltiers Freiheit gefordert. Nun, beim Powwow in Grimma am 14./15. Mai, hat er sich an unserer Kartenaktion beteiligt. Auch seine Karte geht jetzt ans Weiße Haus. Chefindianer Mitic hat von 1966 bis 1975 und später noch in einzelnen Filmen das Indianerbild von Generationen in Ostdeutschland geprägt. Es waren Streifen, die den Freiheitskampf beschrieben und in denen Helden wie Tecumseh und Weitspähender Falke zum Leidwesen der Zuschauer auch mal sterben mussten.

1.LPSG-Stand im Tipi

Damit wurde ein Indianerbild jenseits der vielfach mit Klischees von blutrünstigen Wilden behafteten US-Western und der Karl-May-Märchenwelt geschaffen. Eine Tatsache, die uns animierte, für den Kampf gegen das Unrecht einzustehen und sei es mit einer Unterschrift im Rahmen der Besetzung von Wounded Knee 1973. Nach der Fragestunde auf dem Powwow-Rondell haben wir dann „unser“ Tipi für Gojko geräumt, der geduldig und nonstop Autogramme gab, um anschließend mit den Gästen zur Bisonfütterung zu enteilen.

Zum 15. Powwow in Grimma und zum 50. Jubiläum der Aufführung von „Die Söhne der großen Bären“ hatte Jörg „Joe“ Diecke Gojko eingeladen. Der hatte sich 1966 während der Sommerfilmtage in die Herzen von sieben Millionen Zuschauern des kleinen 17-Millionen-Landes DDR gespielt. Auch Joe Diecke trat damals einem der nun rasant aus dem Boden schießenden Indianervereine bei. Sie tauchten nicht nur in die Kultur der Menschen ein, sondern zeigten auch ihre Empörung gegen die Diskriminierung und Unterdrückung der Ureinwohner und versuchten mit Protestschreiben den Kampf des American Indian Movement zu unterstützen. Ein Weg, den Joe Diecke ebenfalls gegangen ist. Nach der Wende konnte er sich dann seinen Traum erfüllen und die Ureinwohner Nordamerikas besuchen. Bei seinem Powwow auf der Bisonfarm in Grimma zu Gast waren schon Ernie LaPointe, der Ur-Enkel von Tatanka Iyotake (Sitting Bull), Henry Red Cloud und der Musiker Wade Fernandez. Und seiner Überzeugung ist Bisonzüchter Joe ebenso treu geblieben, sitzt für die Linke im Grimmaer Stadtrat, ist Fraktionschef. So fehlt dann in seiner Rede der Verweis auf das Freihandelsabkommen TTIP ebenso wenig wie auf die aktuelle Situation der Native Americans in den USA und der First Nation in Kanada sowie den aktuellen Kampf für Peltiers Freiheit

Dann gab es Gänsehautstimmung, als die Rhinowland-Singers trommelten und sangen: Der AIM-Song hallte weithin über den Powwow-Grund. Nicht zum ersten Mal übrigens und auch wir durften bereits zum dritten Mal das Free-Leonard-Banner beim Fest wehen lassen. Zufrieden konnten wir auch aus einem anderen Grund sein: Eine Sangerhäuserin bekundete, Mitglied in unserem Verein Tokata LPSG RheinMain werden zu wollen. Danke Joe, wir kommen gern zurück.

Elke und Holger Zimmer

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