Von Herrenmenschen und Terroristen – Solidarität mit Griechenland, Flüchtlingen und den kurdischen Kämpferinnen der YPG

Eigentlich haben wir im Moment so etwas wie Sommerpause. Und eigentlich, was haben Statements zu Griechenland, Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und die Bombardierung von PKK- und YPG-Stellungen auf dieser Homepage zu suchen?

Als engagierte Menschenrechtler-innen überkommt uns in immer kürzer werdenden Zeitabständen der Brechreiz über globale Gewaltexzesse, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörungen und Unterdrückungs- und Ausbeutungspolitik. In diesem Kontext schämten wir uns über die deutschen Machenschaften zur Demütigung Griechenlands. Die Politik von Merkel und Schäuble darf, wenn auch mit Überspitzung, als arrogante und widerliche deutsche Herrenmenschen-Politik des 4. Reiches bezeichnet werden, denn sie ist weder ökonomisch klug, noch wird sie dem europäischen Gedanken gerecht. Peinlich, dass es hierzulande so wenig lauten Protest und nur wenige Hinweise zur internationalen Solidarität gegeben hat.

Kaum rückt Griechenland in den Hintergrund der Medien, zündeln deutsche Politiker, reaktionäre Dumpfbacken und Neonazis am nächsten Thema: Flüchtlinge. Kaum ein Tag, an dem es nicht zu Übergriffen auf Flüchtlinge kommt, Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünfte angezündet, beschossen oder angegriffen werden. Auch hier triumphiert wieder deutsches Herrenmenschentum und zeigt seine mörderische, unbelehrbare Fratze. Mitleid und Mitleiden – ein Fremdwort!

Doch Herrenmenschenpolitik gibt es leider überall. Unter dem Vorwand, die islamistische Terrorgruppe IS anzugreifen, hat die türkische Regierung längst deutlich zu erkennen gegeben, wer die eigentlichen Ziele ihrer militärischen Angriffe sind: die Kämpferinnen und Kämpfer der kurdischen YPG und PKK. Also gerade jene Gruppen werden durch das türkische Militär attackiert, die bislang am wesentlichsten die IS-Offensiven zurückgeschlagen haben. Wie sagte eine kurdische Aktivistin, als sie an einer Solikundgebung zu Leonard Peltier teilnahm: “Ihr werdet noch merken, dass Eure Freiheit nicht durch die Bundeswehr am Hindukusch, sondern durch uns in Kobane verteidigt wird.”  Dem ist nichts hinzuzufügen. Und daher gilt unsere Solidarität den kurdischen Kämpferinnen und Kämpfern. Denn die wahren Terroristen sitzen im IS und in der türkischen Regierung.

KOBANE, SYRIA - JUNE 20: (TURKEY OUT) A Kurdish People's Protection Units, or YPG women fighters pose as they stand near a check point in the outskirts of the destroyed Syrian town of Kobane, also known as Ain al-Arab, Syria. June 20, 2015. Kurdish fighters with the YPG took full control of Kobane and strategic city of Tal Abyad, dealing a major blow to the Islamic State group's ability to wage war in Syria. Mopping up operations have started to make the town safe for the return of residents from Turkey, after more than a year of Islamic State militants holding control of the town. (Photo by Ahmet Sik/Getty Images)

KOBANE, SYRIA – JUNE 20: (TURKEY OUT) A Kurdish People’s Protection Units, or YPG women fighters pose as they stand near a check point in the outskirts of the destroyed Syrian town of Kobane, also known as Ain al-Arab, Syria. June 20, 2015. Kurdish fighters with the YPG took full control of Kobane and strategic city of Tal Abyad, dealing a major blow to the Islamic State group’s ability to wage war in Syria. Mopping up operations have started to make the town safe for the return of residents from Turkey, after more than a year of Islamic State militants holding control of the town. (Photo by Ahmet Sik/Getty Images)

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