Bericht von der Soli – Aktion für Leonard Peltier in Magdeburg und Leipzig

anbei ein Bericht, den uns unsere Mitglieder aus dem Ost – Chapter geschickt haben. Allen Beteiligten und vore allem Elke und Holger Dank für das unermüdliche Engagement:

Pascoal Uamba vom Liedertour-Team an der Leipziger Nikolaikirche

Aktion von Platzregen nicht zu stoppen

Freiheit für Peltier in Magdeburg und Leipzig gefordert

Das Lieder-Tour-Team um Ralph Schüller und Frank Oberhof hatte am Sonnabend (27. Juni) an der Nikolaikirche in Leipzig gerade die letzten Takte gespielt, da entlud sich eine rabenschwarze Wolke mit geballter Kraft. Die Musiker suchten unter einem Party-Zelt Schutz, das Familie Post aus Rudolstadt zur Verfügung gestellt hatte. Die Kabel für Lautsprecher und Mikros schwammen regelrecht im Wasser. Nach fünf Minuten war der Spuk aber vorbei und North Sea Gas, eine Folkband aus Edinburgh, legte los. Die insgesamt acht Musiker beider Ensembles unterstützten damit die Aktion der Ostgruppe des Vereins Tokata LPSG RheinMain anlässlich des 40. Jahrestages der vom FBI provozierten Schießerei von Oglala/Süddakota. In deren Folge wurde der indigene Bürgerrechtler Leonard Peltier, dem die Schuld am Tod zweier FBI-Agenten nie nachgewiesen werden konnte, zu einer doppelten lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Mitglied des American Indian Movement (AIM) war am 26. Juni 1975 in einem Selbstschutzcamp dabei, als neben den Agenten der AIM-Aktivist Joe Stunts starb. Dave Gilfillan, Gründer von North Sea Gas, sagte: „Es gibt so viele Zweifel an Peltiers Schuld, dass der Fall eigentlich neu aufgerollt werden müsste.“ Für den Bürgerrechtler ist nach Ausschöpfung aller Rechtsmittel eine Begnadigung durch Obama vielleicht die letzte Chance und Gilfillan sagt: „Bei einem Weißen wäre das wohl kein Problem.“ Frank Oberhof hatte im Vorjahr einer Unterstützung von Aktionen zum 70. Geburtstag des unschuldig Inhaftierten am Brandenburger Tor in Berlin und an der Nikolaikirche in Leipzig ebenfalls sofort zugestimmt. Auch diesmal lockte die Musik Interessenten an, von denen sich viele nicht lange bitten ließen, mit einer Unterschrift Peltiers Freiheit zu fordern. Im Vorfeld der Aktion im Zentrum der Messestadt gab es eine anderthalbstündige Mahnwache vor dem Generalkonsulat der USA, zu der Hans-Jürgen Schaller extra aus Glauchau angereist war.

Am Freitagnachmittag waren Regina und Winfried Vahldieck aus Staßfurt an einem   Info-Stand im Zentrum Magdeburgs aktiv. Dort war der Name von Amerikas Mandela, wie Peltier genannt wird, weitgehend unbekannt und die Menschen nicht ganz so offen. Die Lehrerin hat übrigens seit dem Vorjahr Hunderte von Unterschriften gesammelt, Vorträge ebenso organisiert wie zwei Konzerte an ihrer Schule für die indigenen Musiker Wade Fernandez (Menominee) und Mitch Walking Elk (Cheyenne-Arapaho).  North Sea Gas aus Edinburgh an der Nikolaikirche

2 Kommentare zu “Bericht von der Soli – Aktion für Leonard Peltier in Magdeburg und Leipzig
  1. Ulrike sagt:

    Schade, daß es im Großraum Chemnitz nicht auch solche Aktivitäten gibt.

    • Michael Koch sagt:

      Es gibt einige sehr aktive Leute – unser sogenanntes Ostchapter – in der Nähe von Leipzig. Ggf. könnte man da Kontakt herstellen. Wir beraten auch gerne bei der Organisation eigener Aktionen. Und sollte endlich unser Buch zu Peltier auf den Markt kommen, dann wäre ggf. ein Lesetermin auch in Chemnitz denkbar.

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