Filmempfehlung zu unserem neuen Buch: Lebensgefahr: Umweltschützer im Visier

ARTE zeigte diese Woche den Dokumentationsfilm “Lebensgefahr: Umweltschützer im Visier” , der anhand von drei Beispielen aus Brasilien, Mexiko und Honduras das aufzeigte, was in allen lateinamerikanischen Staaten und nahezu überall wo Indigene leben seit langem zu beobachten ist: die brutale Mischung aus Ökozid und Genozid im Auftrag der Herrschenden. Und nun lasst uns mal das Wort “Herrschende” inhaltlich buchstabieren, denn dies geht weit über die sicherlich nicht falsche aber doch zu vereinfachende Definition manch sich kritisch, fortschrittlich oder auch links wähnender Menschen hinaus. Die HERRSCHENDEN, das sind WIR. WIR, die wir nicht nur die Herrschenden aus Politik (und dies schließt auch Politiker*innen des Globalen Südens, der VR China, Russlands, religiös-fundamentalistischer Regime usw. mit ein), Kapital (d.h. Konzerne, Banken, Börsen, Lobbyist*innen, CEOs, Techgarchen…) und Nationalstaats-Interessen (Parteien, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände…) gewähren lassen, sondern WIR ALLE durch unser eigenes systemerhaltendes Verhalten (Konsum, Lifestyle…).

Nun, dies klingt hart und radikal. Und der Autor dieser Zeilen ist dabei selbst weder konsequent noch asketisch und muss sich immer wieder an die eigene Nase greifen, vor der eigenen Türe kehren. Es geht um Bewusstwerdung und erste und vielleicht auch weitere Schritte Richtung KONSEQUENZ. Es gibt Brücken, um Kluften zu überwinden. Etwas weniger Fleisch zum Anfang auf dem Weg zu weniger Fleisch oder vielleicht auch fleischlos. Etwas weniger fliegen, Inlineflüge stoppen….Auf das Cruisen mit Motorbooten auf Flüssen verzichten (die Tierwelt wird es euch danken), denn paddeln macht ebenso Spaß. Und und und.

Richtig hart und radikal sind die Folgen für die Indigenen in den von Naturzerstörung und Ausbeutung betroffenen Regionen dieser Welt. Betroffen ist die Natur und Natur ist mehr als ein verdinglichender Begriff. Natur ist LEBEN, ist VIELFALT, ist GRUNDLAGE. WIR als Menschen sind lediglich ein Element jenes komplexen Zusammenhangs, so wie Tiere, Pflanzen, Flüsse, Meere, Wälder, Steppen, Wetter, Klima, Felsen, Berge….we are all related oder wie es unsere Lakota-Freund*innen sagen: Mitákuye Oyás’iŋ. Um all dies geht es in dem Film und auch in unserem aktuellen Buch “INDIGENE KÄMPFE IN DEN AMERICAS. UMWELT & MENSCHENRECHTE;AUTONOMIE & REPRESSION; POLITISCHE GEFANGENE & INTERNATIONALE SOLIDARITÄT.

Wir empfehlen euch beides, Film und Buch. Harter Stoff, denn es gibt nichts zu beschönigen. Lasst es auf euch wirken und beginnt zu handeln. Kleine Schritte, dann größere, …..

Hier der Link zum Film, und um was es geht:

https://www.arte.tv/de/videos/113760-000-A/lebensgefahr-umweltschuetzer-im-visier/

Berta Cáceres, Aldo Zamora, Paulino Guajajara: drei Namen, ein Schicksal. Sie kämpften für Wälder, Flüsse und indigene Rechte – und bezahlten mit dem Leben. Doch wer steckt hinter diesen Verbrechen? Und warum bleiben die Drahtzieher meist ungestraft? Der Dokumentarfilm deckt auf, wie Großkonzerne und korrupte Regierungen im Hintergrund die Fäden ziehen.

“Lebensgefahr: Umweltschützer im Visier” erzählt die erschütternden Geschichten von Berta Cáceres, Paulo Paulino Guajajara und Aldo Zamora – drei Umweltaktivisten, die in Lateinamerika für den Schutz ihrer Heimat, der Wälder und Flüsse eintraten und dafür mit dem Leben bezahlten. Ihr Verbrechen? Sie stellten sich den Interessen mächtiger Konzerne entgegen, die mit Rückendeckung lokaler Handlanger und oft korrupter Behörden die natürlichen Ressourcen der Region schonungslos ausbeuten.
Der Dokumentarfilm rekonstruiert nicht nur die Lebenswege der drei Aktivistinnen und Aktivisten, sondern enthüllt auch die systematischen Strukturen hinter ihrer Ermordung. Durch Gespräche mit Weggefährten, Familienmitgliedern, Klimaexperten und Soziologen wird deutlich, wie wirtschaftliche Gier, politische Untätigkeit und das Wegschauen der Justiz den Raubbau an der Natur vorantreiben.
Immer wieder zeigen sich dieselben Muster: Bedrohungen, Einschüchterungen, schließlich Morde – und am Ende Täter, die selten zur Rechenschaft gezogen werden. Doch die Konsequenzen dieser Verbrechen beschränken sich nicht auf Lateinamerika: Die tropischen Regenwälder des Amazonas sind einer der wichtigsten CO2-Speicher der Erde. Ihre Abholzung verschärft die Klimakrise – mit globalen Folgen.
Der Beitrag macht unmissverständlich klar: Der Kampf der indigenen Gemeinschaften und Umweltaktivisten ist kein lokaler Konflikt, sondern eine Frage von weltweiter Bedeutung. Solange Umweltaktivisten nicht ausreichend geschützt werden, ist auch der Schutz der Erde in Gefahr. Regie Frank Gutiérrez Land Spanien/Frankreich

und unser passendes Buch (102 Seiten, 2026) dazu, zu bestellen gg. Spende* (5 € + 2,50 € Porto, gerne auch mehr) unter lpsgrheinmain@aol.com

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