Zum Tod von Leatrice “Chic” Big Crow

Genau vor 25 Jahren saßen wir mit James Robideau, Cousin Leonard Peltiers, AIM-Aktivist, Mitgründer des Dakota Youth Projects und Sozialarbeiter am 1. Mai 2001 auf der Terrasse unseres Spessart-Waldhäuschens beim Frühstück, als James, beeindruckt von unserer musik- und kulturpädagogischen Jugendarbeit in Offenbach sagte, wie wichtig solche Angebote für die Kinder und Jugendlichen in Reservationen wären, damit sie eine sinnstiftende empowernde Freizeitmöglichkeit hätten. Das war die erste Geburtsstunde eines dann 2004 begonnenen Projektes. 2002 besuchten wir James in der Pine Ridge Reservation und dabei lernten wir Chic Big Crow und das Su Ann Big Crow Boys and Girls Center kennen, erzählten ihr von der mittlerweile fortgeschrittenen Idee und Instrumentensammlung, worauf Chic sragte, sie würde gerne die Instrumente in ihrer Einrichtung haben, aber weshalb wir die Instrumente denn nicht mit einer Gruppe deutscher Jugendlicher bringen würden und wir eine gemeinsames Jugendprojekt mit jungen Lakota und jungen Menschen aus dem Raum Offenbach machen würden. Dies war dann die Geburtsstunde 2 des Projektes, dass 2004 zum ersten und 2017 zum letzten Male stattfand. 100 junge Menschen aus Deutschland nahmen in den USA an 7 dieser Projekte teil, von denen 6 in der Pine Ridge Reservation und 1 in der Navajo-Reservation (inspiriert durch die Benally Family) stattfanden. Zusätzlich gab es auch Begegnungen in Deutschland. Und Chic Big Crow war eine der entscheidenden Ideengeberinnen. Nun ist Chic verstorben. Wir nehmen dies als Anlass an sie zu erinnern, ihr für lange Jahre der tollen Zusammenarbeit zu danken und ihr a good and safe journey to the spirit world zu wünschen.

Im Gespräch zu unseren neuen Instrumenten-Spenden mit Chick BigCrow nach Ankunft des 2. Jugendprojektes 2006

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