Ecuador: Umweltschutz ist kein Verbrechen
Wir teilen und unterstützen die Petition von RETTET DEN REGENWALD. Die Entwicklung in Ecuador ist ein weiteres Beispielk für die sich verschärfenden Repressionen gegen indigene Aktivist*innen, Umwelt- und Menschenrechstaktivist*innen. Mehr hierzu auch in unserem neuen Buch “Indigene Kämpfe in den Americas” (siehe: https://www.leonardpeltier.de/17204-neuerscheinung-indigene-kaempfe-in-den-amerikas)
Der ecuadorianische Staat geht äußerst aggressiv gegen indigene Vereinigungen, Organisationen und Personen vor, die die Umwelt und die Menschenrechte schützen: Ihre Bankkonten werden gesperrt und sie werden strafrechtlich verfolgt mit dem offensichtlichen Ziel, sie zu verleumden, auszuschalten und wirtschaftlich in den Ruin zu treiben.
Unsere Forderung
An: An den ecuadorianischen Staat und seine Behörden, die Regierung von Ecuador, Präsident Daniel Noboa„Die staatliche Verfolgung von Personen und Organisationen, die sich für den Schutz der Natur und Menschenrechte einsetzen, muss sofort beendet werden!“
Die ecuadorianischen Behörden sperren seit Monaten die Bankkonten von Organisationen und Einzelpersonen, ohne dafür konkrete Beweise vorzulegen oder das Recht auf Verteidigung zu gewähren. Sie verweisen auf angeblich vorliegende „Geheimdienstberichte“ und Behauptungen wie „unrechtmäßiger privater Bereicherung“ , „der Unterstützung von illegalem Bergbau“ oder vermeintlichem „Staatsterrorismus“.
Für die Betroffenen hat das gravierende Konsequenzen. Sie können keine Gehälter auszahlen, müssen laufende Projekte und Aktivitäten unterbrechen, können Lebensmittelrechnungen oder Arztbesuche nicht begleichen. Vielen drohen auch strafrechtliche Prozesse und Gefängnis.
Menschenrechtsanwälte bezeichneten das Vorgehen als klare politische Verfolgung und bemängeln die fehlende Transparenz. Das Verfahren entspricht nicht den Gesetzen und vorgeschriebenen Verfahrensweisen.
Für die Sperrung von Geldern müssen objektive und überprüfbare Informationen vorliegen, die auf verdächtige Transaktionen hindeuten. Zudem können nur einzelne Beträge blockiert werden, nicht ganze Bankkonten. Weiterhin gilt eine Frist von maximal acht Tagen, innerhalb der ein Richter die Maßnahme bestätigen, ändern oder aufheben muss.
Hinter der staatlich organisierten Verfolgung steht die Politik der Regierung von Präsident Daniel Noboa. Um die Kassen von Staat und Wirtschaft zu füllen, sollen die Ressourcen des Landes ausgebeutet werden.
Im Oktober 2025 erließ die Regierung eine Verordnung, die es Umweltorganisationen untersagt, „sich direkt oder indirekt an Aktivitäten zu beteiligen, die darauf abzielen, rechtmäßig genehmigte Bergbauprojekte zu behindern oder zu stören“.
Jede Person, die sich in Ecuador gegen Bergbau, Erdölförderung oder die Plünderung der Natur ausspricht, ist damit von Verfolgung bedroht.
Bitte unterschreiben Sie die Petition:
Start der Petition: 17.04.2026
https://www.regenwald.org/petitionen/1321/ecuador-umweltschutz-ist-kein-verbrechen


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