DAY OF THE FOREST DEFENDER & Impressionen vom Auftakt der 17. Lese- und Vortragsreise “Ein Leben für die Freiheit…”

Seit dem Tod des Umweltaktivisten Manuel Paez Terán aka  Tortuguita gilt der 18. Januar jährlich als International Day of the Forest Defender.  Der junge Aktivist wurde im Rahmen einer Waldbesetzung gegen das COP CITY  Projekt in Georgia/USA durch die Polizei erschossen. Auch in Deutschland erinnern Umweltaktivist*innen an Tortuguita und dabei zugleich an die hierzulande anhaltenden Kämpfe gegen Waldvernichtung, bei denen es ebenfalls zahlreiche Schwerverletzte, Inhaftierte und Tote gab, allerdings am 2. November 1987 auch zwei tote Polizisten an der Startbahn West. Ob Hambi, Danni, Fechi, Banny, Osthang, Lüni, Sündenwäldchen in jüngster Vergangenheit oder früher Startbahn West, Wackersdorf, Landebahn Nord, Kelkheimer Damm, Whyl – seit Jahrzehnten engagieren sich global Menschen unterschiedlicher Herkunft für den Erhalt der Wälder: international gegen Tren Maya in Mexiko, Amazonaswaldordnungen in Brasilien, in Kanada gegen Waldvernichtung wegen Teersand-Abbau etc. Diese Kämpfe sind seit den 70er Jahren auch Teil unserer eigenen politischen Vita. Und seit unserem Engagement für indigene Belange verbinden sich diese Kämpfe für Umwelt und Menschenrechte nochmals ganz besonders. Daher war der Start der 17. Lese- und Vortragsreise “Ein Leben für die Freiheit….” am 16.1.2026 zeitlich und örtlich passend, nämlich im besetzten Osthang Gelände in Darmstadt. Trotz Kälte und Dunkelheit harrten über 20 Anwesende aus, um der fast dreistündigen Veranstaltung zu folgen. Ein kleines Lagerfeuer und eine heiße Kartoffelsuppe sorgten dabei für Aufwärmung. Auch diese 114te Lese- und Vortragstour-Veranstaltung war wieder ein Mix aus Vortrag, Lesung, Powerpoint- und Filmpräsentationen, Livemusik und Gespräch. Thematisch gab es zwei Blöcke: aktuelle indigene Kämpfe in den Americas & Leonard Peltiers langer Weg in die Freiheit. Leonard Peltier ließ den Waldverteidiger*innen und Veranstaltungsbesucher*innen seine Grüße ausrichten. (gewidmet Julia Butterfly Hill, die 738 Tage lang den Küstenmammutbaum „Luna“ in den kalifornischen Redwoods besetzte, um ihn vor der Abholzung zu bewahren.)

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