15.12.1890: Sitting Bull wird ermordet. Radiofeature im WDR

Anbei der Link zum Download.

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-sitting-bull-wird-ermordet-100.html

aus der WDR-Ankündigung:

Sitting Bull: Unbeugsamer Chief und sein gewaltsames Ende

WDR Zeitzeichen. 15.12.2025. 14:44 Min.. Verfügbar bis 16.12.2099. WDR 5.

In diesem Zeitzeichen erzählt Irene Geuer:

  • über den Morgen, an dem Soldaten Sitting Bull töten,
  • wie zwei Wochen nach seinem Tod indigene Frauen und Mädchen bei einem Massaker sterben,
  • was Deutschland mit der Ausbeutung der indigenen US-Bevölkerung zu tun hat,
  • warum heute ausgerechnet Spielcasinos den Indigenen helfen.

Sein Vater nennt ihn Tatanka Iyotake, bekannt wird der 1831 geborene indigene Junge allerdings als Sitting Bull. Der Name beschreibt einen widerständigen Büffel und steht für Stolz und Entschlossenheit. Tatsächlich entwickelt sich Sitting Bull zu einem mutigen Häuptling, vor allem im Kampf gegen die Übergriffe der Siedler.

Im Sommer 1876 gelingt ihm sein wohl größter Coup: Er bringt mehrere Stämme zusammen; gemeinsam besiegen sie die Regierungs-Truppen von George Armstrong Custer. Der Sieg am Little Bighorn River macht Sitting Bull zur Legende. Doch die Freude währt nicht lange – die US-Regierung schränkt die Rechte der Native Americans immer weiter ein.

Sitting Bull kämpft weiter gegen Enteignung und Verfolgung. Zeitweise reist er mit einer Unterhaltungsshow durchs Land, um sein Volk vorzustellen und die Siedlerpolitik zu kritisieren. Seine Mühen sind vergeblich: Am 15. Dezember 1890 wird er von Truppen der US-Regierung erschossen.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Norbert Finzsch, em. Professor für amerikanische Geschichte, Köln, Berlin
  • Michael Koch, Verein Tokata-LPSG RheinMain e.V. (Verein zur Unterstützung indianischer Jugend-, Kultur- und Menschenrechtsprojekte)
  • Ernie Lapointe (Urenkel von Sitting Bull): Sitting Bull. Sein Leben und Vermächtnis, Hohenthann 2011

Weiterführende Links:

Kurze Anmerkung unsererseits: kurz vor Minute 13 wird bezogen auf unsere Vereinsarbeit gesagt, dass der Verein gegründet wurde, um für mehr Bildung in den Reservaten zu sorgen. Nun, dies mag zwar von der Redakteurin nett gemeint sein, gesagt und geschrieben haben wir dies an keiner Stelle. Dies wäre Hybris, Anmaßung, Paternalismus und ein weiterer Fall “weißer Besserwisserei” und Kolonialismus. Unsere Soli-Arbeit ist nur ein kleiner Beitrag im Kampf für indigene Belange, den diese als Subjekte ihrer Geschichte selbst bestimmen und führen. MK

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