USA: Wenn Dummheit mit Rassismus, Nationalismus und Rechtsextremismus Tango tanzen…
dann könnte man über die unfassbare Dimension des Schwachsinns eigentlich fast laut loslachen, wäre dies nicht alles so menschenverachtend, rassistisch und ekelhaft. Aber so sehen sie halt aus, die populistischen Häppchen, die überall auf der Welt die reaktionären Gehirnwäscher*innen versuchen dem Volk, was immer dies auch sein mag, zu servieren. Und Teile eben dieses Volkes schluckt diese Häppchen auch bereitwillig. Beispiel USA: als Donald Trump während seiner ersten Amtszeit als 45. Präsident der USA den “Indipendence Day” am 4. Juli 2020 in den Black Hills am Mount Rushmore Monument mit einer Rede verbrachte, sperrten indigene Aktivist*innen gemeinsam mit nicht-indigenen Unterstützer*innen aus Protest zeitweise die Straßen. Aufgebrachte Trump- und MAGA-Fans richteten ihre Aggros gegen die Indigenen, vorwiegend Lakota aus Süd Dakota und forderten diese auf, doch dort hin zu gehen, wo sie her kämen. Auf so viel Dummheit muss Mensch erst einmal kommen. Sind die Black Hills seit dem 18. Jahrhundert doch für die in dieser Region lebenden indigenen Nationen (Lakota, Crow) doch die heiligen Berge. Die Black Hills sind in den Augen traditioneller und widerständiger Lakota “not for sale”. Also fordert der geschichtsvergessene weiße Pöbel die Lakota auf dort hin zu gehen, wo sie gerade sind: nach Süd Dakota, in die Black Hills odder Paha Sapa, wie die Lakota sie nennen. Dass die Lakota vor vielen Jahrhunderten selbst eine Migrationsbewegung innerhalb der heutigen USA hinter sich hatten, dass weiß dieser white trash gewiss nicht.
Apropos Süd-Dakota. Der früheren Gouverneurin Süd Dakotas und heutigen US-Heimatschutzministerin Kristi Noem gelang es nun diesen rassistischen Unsinn noch zu toppen. Noem, die als Gouverneurin zum Ende ihrer Amtszeit in Süd Dakota in den Reservationen unerwünscht war und die sich im Wahlkampf damit brüstete, ihren nicht gehorchenden Jagdhund zur Strafe erschossen zu haben und diese Noem, die in aufreizender Pose vor den Abschiebungskäfigen deportierter Migrant*innen sich ablichten ließ, äußerte sich nun erneut. Am Montag erklärte Noem: „Ich habe gerade den Präsidenten getroffen. Ich empfehle ein vollständiges Einreiseverbot für jedes verdammte Land, das unser Land mit Mördern, Blutegeln und Anspruchsjunkies überschwemmt. Unsere Vorfahren haben diese Nation auf Blut, Schweiß und unerschütterlicher Liebe zur Freiheit aufgebaut – nicht damit ausländische Invasoren unsere Helden abschlachten, unsere hart verdienten Steuergelder aussaugen oder die den AMERIKANERN geschuldeten Leistungen wegnehmen. WIR WOLLEN SIE NICHT. KEINEN EINZIGEN.“ Mit etwas Reflektionsvermögen wäre ihr wohl aufgefallen, dass diese Sätze so ähnlich auch hätten von Indigenen gesagt werden können, als Europäer*innen das, was diese als Amerika bezeichneten, eroberten, die dort lebenden Menschen unterjochten und zu Millionen ermordeten, sie vertrieben und in Freiland-Gefängnisse (Reservationen) einsperrten, eine Diversität indigener Kulturen und Lebensweisen auslöschten, die den europäischen zum Teil erheblich überlegen waren und und und.



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