Impressionen von der Veranstaltung in Heidelberg
Am 14.10. fand unter dem Titel BESUCHE in Heidelberg eine Veranstaltung von Tokata-LPSG RheinMain, Free Mumiua Heidelberg & Netzwerk gegen die Todesstrafe un d mit Unterstützung von Amnesty International Germersheim statt, in der die Autoren von “Ein Leben für die Freiheit – Leonard Peltier und der indianische Widerstand” von ihren Besuchen bei Mumia Abu-Jamal sowie Leonard Peltier berichteten. Den Abend begann Michael Koch mit einem Bericht über den viertägigen Besuch, den er und Claudia Weigmann-Koch im Juni 2025 bei Leonard Peltier hatten. Dargestellt wurden die letzten Aktionen des Vereins bis zur Verkündung von Peltiers Haftentlassung und Strafumwandlung durch den ex-US-Präsidenten Joe Biden, die 48 Stunden danach, der Tag der Haftentlassung und Rückkehr Peltiers in die Turtle Mountain Reservation, die ersten Telefonate mit Peltier und die Planung des Besuches sowie dessen Verlauf. Dabei ging es u.a. auch um Peltiers Gesundheitssituation, die Einschränkungen durch den Hausarrest, seine persönlichen Pläne und auch seine politischen Positionierungen. All dies zeigte Leonard Peltier – out but not free, uncaged & unbroken – als ungebrochene, starke Persönlichkeit, die keine Scheu hat, die aktuelle politische Situation in den USA aber auch die anhaltende rassistische Kolonialisierung der Indigenen in den USA und Gesamamerika beim Namen zu nennen. Michael Schiffmann berichtete von dem gemeinsamen Besuch mit Annette Schiffmann bei einem Treffen in Virginia zu Mumia Abu-Jamals weiteren Perspektiven auf Freiheit sowie dem anschließenden Besuch bei Abu-Jamal im Knast. Die dabei gezeigten Bilder belegten neben dem Vortrag sehr eindringlich, wie Abu-Jamal durch die seit 1981 andauernde Haft gezeichnet und dessen Gesundheit gefährdet ist. Auch wie Abu-Jamals anhaltende Haft das Schicksal dessen Familie beeinflusste, wie wichtig gerade auch die Unterstützung aus Europa (analog zu Leonard Peltier) ist und dass es vielleicht doch noch Hoffnung auch für Mumia Abu-Jamal gibt, aus der Haft entlassen zu werden, waren Themen des Abends. Nach einer Fragerunde schloss der Videoclip “Pretend You Remember Me” des Rage Against The Machine – Gitarristen Tom Morello, in dem auch Leonard Peltier mit seinen STatements zur US-Deportationspolitik und dem ICE-Terror zu sehen ist, den Abend ab.
Am 10.11. wird in Frankfurt am Main ein analoger Infoabend stattfinden. (Saalbau Gallus, Frankenallee 111, 19 Uhr). Auch dieser Abend wird, wie in Heidelberg, wieder ein Abend der 16. Lese- und Vortragstour “Ein Leben für die Freiheit – Out but not free, Leonard Peltier und indigene Kämpfe heute” . Zuvor findet eine Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen LINKEN LITERATURMESSE in Nürnberg sein (Sonntag, 2.11.2025, Künstlerhaus, KOMM KIno, 12:00 Uhr) stattfinden, in der ebenfalls Leonard Peltier und aktueller indigene Kämpfe im Mittelpunkt stehen werden.








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