USA: Hinrichtungswelle im Oktober. Unterschreibt die Protest-Petitionen

8 Hinrichtungen sind in den USA für den laufenden Monat geplant. Es scheint, als dass unter Trump und seiner reaktionären Gang der Staat und somit auch einzelne Bundesstaaten immer hemmungsloser und brutaler werden. Wir geben an dieser Stelle zwei Aufrufe weiter, a.) von der IHLF sowie b.) vom Death Penalty Action Sustainers Network. Wir bitten euch um einige Minuten eurer Lebenszeit, um die Petitionen zu lesen und unterschreiben:

a.) IHLF – USA: Hinrichtungsserie im Oktober

Der Irrsinn in den USA scheint kein Ende zu nehmen. Sie versinken in
einer unvorstellbaren Blut- und Rachelust – die ausführenden Staaten
nennen dies Gerechtigkeit. Wir bitten darum, dem entschieden zu
widersprechen und unterschreibt die verlinkten Petitionen.

Roy Lee Ward – 10. Oktober 2025 (Indiana)
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-roy-ward-in-indiana
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-roy-l-ward/

Samuel Lee Smithers – 14. Oktober 2025 (Florida)
https://actionnetwork.org/petitions/stay-the-execution-of-samuel-smithers/
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-samuel-smithers-in-florida/
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-samuel-l-smithers/

Lance C. Shockley – 14. Oktober 2025 (Missouri)
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-lance-shockley-in-missouri
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-lance-c-shockley/

Charles Ray Crawford – 15. Oktober 2025 (Mississippi)
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-charles-crawford-in-mississippi/
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-charles-crawford/

Robert Roberson – 16. Oktober 2025 (Texas)
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-robert-roberson-in-texas/
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-robert-roberson-2/

Richard Djerf – 17. Oktober 2025 (Arizona)
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-richard-djerf-in-arizona/
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-richard-djerf/

Anthony Todd Boyd – 23. Oktober 2025 (Alabama)
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-anthony-boyd-in-alabama/
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-anthony-t-boyd/

Norman Mearle Grim – 28. Oktober 2025 (Florida)
https://actionnetwork.org/petitions/stay-the-execution-of-norman-grim
https://actionnetwork.org/petitions/stop-the-execution-of-norman-grim-in-florida/
https://catholicsmobilizing.org/take-action/stop-the-execution-of-norman-m-grim/

Wir werden diesmal keine Details über die einzelnen Fälle berichten.
Diese können im Internet recherchiert werden. Uns geht es heute um etwas
wichtigeres, als die Analyse der den Verurteilten vorgeworfenen Verbrechen:

Mit jeder Hinrichtung werden Menschen zu Mördern gemacht.
Indem sie den Verurteilten auf eine Bare fesseln und diesen hilflosen
Menschen töten, werden sie zu Mördern.
Der Staat wird zum Mörder und hat dadurch eine extreme Macht über das Volk.
Verwandte der Hingerichteten werden traumatisiert.
Freunde der Hingerichteten werden traumatisiert.
All dies soll Gerechtigkeit sein?

Und sind wirklich alle Verurteilten schuldig?
Schauen wir uns dazu z.B. den Fall von Robert Roberson an:

Robert Roberson Texas gehört zu den US-Bundesstaaten in welchen die
meisten Todesurteile vollstreckt werden. Dort herrscht eine grausame
Todesmaschinerie, die kaum aufzuhalten scheint.

Diesmal soll Robert Roberson diesem staatlichen Mord zum Opfer fallen.
Doch wer denkt, dieses grausame Schicksal treffe einen Schuldigen,
könnte irren. Bei ihm wurde Autismus nach der Verurteilung
diagnostiziert und sein Verhalten wurde als Beleg für seine Schuld
gewertet. Robert Roberson wurde am 21. Februar 2003 zum Tode verurteilt,
weil er seine 2 Jahre alte Tochter Nikki getötet haben soll. Dabei wird
ihm unterstellt, er hätte wissentlich ihren Tod herbeigeführt. Aber es
kommt noch schlimmer. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, das kleine Mädchen
auch noch vergewaltigt zu haben. Angeblich wurde dies von einer
Krankenschwester bestätigt, die eine Erstuntersuchung vornahm. Jedoch
sind bei der Autopsie keine entsprechenden Hinweise gefunden worden!
Dies hinderte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht daran, weiterhin über
diese unbewiesenen Behauptung zu sprechen. Als Robert Roberson seine
reaktionslose Tochter ins Krankenhaus brachte, wurde das medizinische
Personal misstrauisch gegenüber seinem flachen Affekt und interpretierte
seine scheinbar ziemlich schwachen Reaktionen auf den Zustand seiner
Tochter als mangelnde Emotionalität. Aber Mr. Robersons Mangel an
sichtbaren Emotionen oder sein „flacher Affekt“ ist ein typisches
Merkmal von Autismus. Während des Gerichtsverfahrens im Jahr 2003, das
den Tod seiner zweijährigen, chronisch kranken Tochter Nikki betraf,
wurde seine Emotionalität zusammen mit anderen autistischen
Verhaltensweisen, die er während der Ermittlungen gezeigt hatte, dazu
benutzt, ihn als kalt und unbarmherzig darzustellen. In Wirklichkeit war
er ein liebevoller und engagierter Vater, der nur nicht in der Lage war,
seine Emotionen so auszudrücken, wie es nicht-autistische Menschen tun.
Erst im Jahr 2018, lange nachdem er zu Unrecht verurteilt worden war,
wurde bei Herrn Roberson offiziell eine Autismus-Spektrum-Störung (ASD)
diagnostiziert.

Quelle:https://lancelotarmstrong.wordpress.com/2024/10/09/robert-roberson-iii-soll-am-17-10-2024-in-texas-hingerichtet-werden

Eine vollzogene Hinrichtung ist unumkehrbar! Ein unschuldig Exekutierter
kann nicht mehr rehabilitiert werden!

  * Die Todesstrafe macht die Welt nicht sicherer.
  * Sie verletzt die Menschenrechte.
  * Sie hat keine Abschreckende Wirkung.
  * Sie ist diskriminierend, weil sie vor allem arme Menschen und
    Minderheiten trifft.
  * Sie ist auch ein Instrument der Unterdrückung.
  * Die Kosten der Todesstrafe in den USA sind extrem hoch.
  * Für viele Beteiligte bedeutet die Todesstrafe schwere psychische
Folgen.

Niemand hat das Recht einen anderen zu töten auch nicht der Staat!

Initiative Hoffnung fürs Leben (IHfL):
Peter K.

Dieser Artikel und die Unterstützung vieler Gefangener durch uns sind
nur möglich, wenn wir dabei Hilfe erhalten. Wir danken allen, die mitmachen


b.) DPASN: Die Hinrichtungskrise ist da und der Handlungsbedarf war noch nie so groß wie heute.
Im ganzen Land fahren die Staaten die Todesmaschinerie hoch und missachten dabei Gerechtigkeit, Rechenschaftspflicht und die wachsende nationale Dynamik zur Abschaffung der Todesstrafe.
In einer schockierenden und bedauerlichen Entwicklung unterzeichnete Gouverneur Stein am Freitag in North Carolina den HB 307, ein gefährliches Gesetz, das Hinrichtungen nach fast zwei Jahrzehnten wieder aufnehmen soll und auch das Erschießungskommando als mögliche Hinrichtungsmethode vorsieht.
Florida hat letzte Woche Victor Jones hingerichtet, einen Mann, der in staatlichen Jugendeinrichtungen schrecklich misshandelt worden war. Der Staat räumte den Missbrauch ein, zahlte ihm eine finanzielle Entschädigung und leugnete später den Missbrauch, bevor er das Leben genommen bekam.
In Indiana soll Roy Ward am 10. Oktober hingerichtet werden, einem komischen Freitag, dem Welttag gegen die Todesstrafe. Dies ist die dritte Hinrichtung in Indiana in weniger als einem Jahr nach einer fünfzehnjährigen Unterbrechung.
Ab dem 10. Oktober sollen innerhalb von nur sieben Tagen sechs Hinrichtungen stattfinden. Zwei weitere sind im Laufe des Monats geplant. Für drei dieser Männer wird die Unschuldsvermutung geltend gemacht.
Dies ist eines der Alleinstellungsmerkmale der DPA. Mit wenigen Ausnahmen spricht der Großteil der Bewegung nur über einen Fall – den von Robert Roberson in Texas. Ob schuldig oder unschuldig, wir wehren uns aktiv gegen jede Hinrichtung.
Dies ist ein Krisenmoment und wir reagieren mit Dringlichkeit. Der Execution Crisis Response Fund von Death Penalty Action unterstützt die schnelle Reaktion, die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisierung in den betroffenen Gemeinden.
Diese Arbeit ist unerlässlich und wir können sie nicht ohne Sie machen. Wir werden sicher wieder nach Indiana und Missouri reisen, und vielleicht auch nach Texas, wenn Robert Robersons Hinrichtung nicht gestoppt wird, und wir brauchen Ihre Hilfe.

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