Warum der internationale Protest und Kampf gegen die Ausbeutung von Menschen und Natur, gegen Kriege und Menschenrechtsverletzungen nach Hamburg getragen werden sollte

5. Juli 2017

Warum ruft unsere Organisation, die sich für die Freiheit des indianischen politischen Gefangenen Leonard Peltier und andere indigene Belange einsetzt, dazu auf sich an den Aktionen anlässlich des G 20 – Treffens in Hamburg zu beteiligen? Nun das ist nur eine rhetorische Frage. Hier treffen sich die Vertreter von 20 Nationen, die weltpolitisch so viel Gewicht hätten ein für allemal es ernst zu machen mit der Bekämpfung von Armut und Elend, Hunger und Ausbeutung. Diese 20 könnten einen enormen Beitrag zur Verwirklichung einer friedlichen Zukunft, von globalen Achtung von Menschenrechten und Menschenwürde und eines globalen Umweltschutzes leisten. Diese „Mächte“ könnten Vorbild sein – könnten. Doch tatsächlich beteiligen sie sich an weltweiten Ausplünderungs- und Vernichtungsaktionen, sind verantwortlich für Folter und politische Morde, Menschenrechtsverletzungen und Kriege. Nach wie vor gilt:  unser Wohlstand beruht zum großen Teil auf dem Elend und der Armut, der Unterdrückung und der Verfolgung von Menschen in anderen Kontinenten und beruht auf der gnadenlosen Ausbeutung von Mensch und Natur.

Diese 20 könnten Zeichen setzen gegen die endlose Rodung von Regenwäldern, die Verschmutzung der Weltmeere, die Verseuchung der Luft und der Binnengewässer. Doch tatsächlich betreiben sie das Spiel der Konzerne, denen nur eines „heilig“ ist: PROFITE. Wenn Trinkwasser in Plastikflaschen gekauft werden muss, wenn Saatgut von Pflanzen patentiert wird, wenn Menschen/Konzerne sich anmaßen die Rechte auf Wasser, Pflanzen und Tiere samt deren DNA oder die Ausbeutung von Bodenschätzen zu haben, so zementiert diese Wirtschaftsform und die damit einhergehende protektive Politik die kapitalistisch-materialistischen Herrschaftsverhältnisse. Und diese sind mit ursächlich für die globalen Krisen und Kriege.

In diesen Kämpfen gegen die zerstörerische Hydra sind es gerade Indigene, die sich weltweit engagieren und wehren. Sie zahlen für ihr Engagement für Menschenrechte, Umwelt und für soziale sowie indigene Rechte einen hohen Blutzoll. Doch sie kämpfen nicht nur für den Schutz ihrer eigenen Lebensgrundlagen und Lebensformen, ihr Kampf ist ebenso Kampf für unsere Angelegenheiten. Alleine aus diesem Grunde: auf nach Hamburg und den Herrschenden die Zähne zeigen. Und lassen wir uns von ihren prügelnden Bütteln nicht einschüchtern.


 

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